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Allergien beim Hund: Symptome, Auslöser und Behandlung

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Oktober 14, 2026
4 Min. Lesezeit
Hund auf einer Wiese mit Blumen

Wie wir Menschen können auch Hunde unter Allergien leiden. Erfahren Sie mit Purina, welche Allergien beim Hund am häufigsten sind und wie sie diagnostiziert werden.

Allergien beim Hund sind eine Reaktion des Immunsystems auf körperfremde Substanzen, genau wie allergische Reaktionen beim Menschen. Beim Menschen lässt sich eine Allergie relativ einfach diagnostizieren, beim Hund ist das meist deutlich schwieriger, denn es gibt zahlreiche Allergieformen, deren Symptome sich häufig überschneiden. Umso schwerer fällt es, zu erkennen, woran der Hund tatsächlich leidet.

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund allergisch reagiert, fragen Sie sich vielleicht, welche Symptome auftreten können und wann ein Besuch in der Tierarztpraxis nötig ist. Lesen Sie weiter und erfahren Sie alles Wichtige dazu. 

In diesem Artikel

Häufige Symptome einer Allergie beim Hund

Eine Allergie kann sich beim Hund sehr unterschiedlich äussern. Je nach Ursache zeigen sich einige der folgenden Anzeichen: 

  • Juckreiz: eines der häufigsten Anzeichen für eine Allergie beim Hund. Er kratzt sich, leckt oder knabbert übermässig, was häufig zu Haarausfall, Rötungen und gereizter Haut führt.
  • Kauen oder Lecken der Pfoten: Entzündungen treten besonders häufig zwischen den Ballen auf und bringen den Hund dazu, die Pfoten übermässig zu lecken oder daran zu kauen. Daraus können sich Sekundärinfektionen entwickeln.
  • Niesen, Husten oder Nasenausfluss: Wie wir Menschen kann auch ein Hund eine laufende Nase bekommen, vor allem bei einer Allergie gegen Pollen oder Hausstaubmilben.
  • Magen-Darm-Beschwerden: etwa Durchfall, häufiger Kotabsatz oder gelegentlich Erbrechen.
  • Hautausschlag: Auf der Haut kann sich Nesselsucht zeigen, mit roten Flecken oder erhabenen Quaddeln, die jucken oder schmerzen können. 

Bei einer akuten anaphylaktischen Reaktion können pfeifende Atemgeräusche, Atemnot, Schwellungen im Gesicht, Nesselsucht oder Erbrechen auftreten. Das ist ein eigenes Krankheitsbild, das sich von chronischen Nahrungs- oder Umweltallergien unterscheidet und sofort behandelt werden muss. Beruhigend ist, dass die meisten Hunde mit chronischen Allergien kein hohes Anaphylaxierisiko haben. 

Was löst Allergien beim Hund aus? 

Allergien beim Hund entstehen durch eine überschiessende Immunreaktion auf eigentlich harmlose Substanzen. Diese sogenannten Allergene lösen bei empfindlichen Hunden bestimmte Reaktionen aus. Am häufigsten stecken folgende Auslöser dahinter: 

  • Flohbisse
  • Pollen von Bäumen, Kräutern und Gräsern
  • Hausstaubmilben, Schimmelsporen oder Hautschuppen
  • Bestimmte Futtermittel wie Rind, Huhn oder Milchprodukte 

Weitere mögliche Auslöser sind: 

  • Bestimmte Textilien, Reinigungs- oder Pflegeprodukte
  • Medikamente
  • Zigarettenrauch, Parfums oder Sprays 

Hautallergien beim Hund 

Hautallergien, auch allergische Dermatitis genannt, gehören zu den häufigsten Allergieformen beim Hund. Ausgelöst werden sie meist durch Flohbisse oder durch Umweltallergene wie Pollen, Staub oder Schimmel. 

Flohallergie 

Die Flohspeichelallergie ist die häufigste Hauterkrankung beim Hund. Sie entsteht, wenn die Haut auf den Flohspeichel reagiert, und die Symptome reichen von leichtem Juckreiz bis zu einer heftigen Reaktion nach dem Biss. 

Meist zeigt sie sich bei jungen Hunden zwischen einem und fünf Jahren, sie kann sich aber in jedem Alter entwickeln.

Hunde mit einer Flohallergie leiden meist unter starkem Juckreiz, in der Fachsprache «Pruritus» genannt. Sie kratzen, reiben, knabbern oder lecken Fell und Haut, was zu Hautverletzungen oder einer Sekundärinfektion führen kann. Häufig kommen weitere Allergiesymptome dazu, etwa Haarausfall und Krusten. Auch Flohkot ist manchmal auf der Haut oder im Fell zu sehen.

Flohkot ist allerdings oft schwer zu erkennen. Hier hilft der Test mit dem «feuchten Papier». Reiben Sie das Fell Ihres Hundes sanft durch, während er auf einem feuchten Blatt Papier steht. Die schwarzen Krümel (Flohkot), die aus dem Fell fallen, färben das Papier rot, denn Flohkot besteht aus getrocknetem Blut. So lässt sich gut abschätzen, ob Flöhe vorhanden sind. Denken Sie daran, dass auch ein Hund, der monatlich gegen Flöhe behandelt wird, eine Flohallergie entwickeln kann! Viele Flohmittel töten den Floh erst, nachdem er zugebissen hat. Dieser eine Biss genügt bei einem empfindlichen Hund leider oft schon, um eine allergische Reaktion und Juckreiz auszulösen. 

Umweltallergien 

Umweltallergien beim Hund gehen meist auf Staub, Pollen oder Schimmel zurück. Diese Form verläuft in der Regel saisonal, die Symptome zeigen sich also nur zu bestimmten Zeiten im Jahr. Auch Hunde können Heuschnupfen bekommen, sodass Ihnen bei hoher Pollenbelastung Niesen oder gereizte Schleimhäute auffallen können. Am stärksten betroffen ist meist die Haut an den Pfoten, den Ohren, den unteren Gliedmassen, der Schnauze und in der Leistengegend. Dort können durch das ständige Kratzen kahle Stellen oder wunde Hautpartien entstehen. Manchmal bekommt man ein Umweltallergen am besten in den Griff, indem man ihm aus dem Weg geht. Verschlimmern sich die Symptome Ihres Hundes zum Beispiel beim Spaziergang über Felder mit hohem Gras, meiden Sie diese Strecken in der betreffenden Jahreszeit und weichen Sie auf asphaltierte Wege aus. 

Nahrungsallergien beim Hund 

Anders als oft angenommen sind Nahrungsallergien beim Hund gar nicht so häufig und machen nur rund 10 % aller Allergien aus, eher weniger. Was Hundehalter für eine «Nahrungsallergie» halten, ist meist eine Unverträglichkeit.

Eine Unverträglichkeit ist etwas anderes als eine Allergie. Bei einer Allergie ist das Immunsystem beteiligt, der Körper muss also schon einmal Kontakt mit dem «Allergen» gehabt haben, meist einem harmlosen Molekül. Eine Unverträglichkeit dagegen läuft ohne Beteiligung des Immunsystems ab und kann schon beim ersten Kontakt mit der Substanz auftreten. Ein Beispiel ist die Laktoseintoleranz. Dem Hund fehlen dabei die Enzyme, um Laktose zu verdauen. Trinkt er Milch, kann er deshalb Durchfall bekommen.

Auch wenn das nicht immer so ist, zeigt sich eine Allergie häufiger über die Haut, etwa durch Schwellungen oder Juckreiz, als über den Verdauungstrakt mit Erbrechen und Durchfall. Eine Unverträglichkeit äussert sich dagegen eher durch Magen-Darm-Beschwerden.

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund sein gewohntes Futter nicht verträgt, können Sie ein hypoallergenes Diät-Alleinfuttermittel ausprobieren, zum Beispiel das Trockenfutter PRO PLAN® VETERINARY DIETS HA Hypoallergenic für Hunde. 

Akute allergische Reaktionen 

Allergien beim Hund können manchmal schwer verlaufen und einen anaphylaktischen Schock auslösen. Meist geht er auf einen Bienen- oder Wespenstich zurück.

Die Anzeichen eines anaphylaktischen Schocks können innerhalb weniger Minuten nach dem Kontakt auftreten, etwa Atemnot, starker Speichelfluss, Erbrechen, Krämpfe und manchmal sogar Bewusstlosigkeit. Wenden Sie sich in diesem Fall sofort an Ihre Tierarztpraxis. 

Allergien beim Hund diagnostizieren 

Wenn Sie bei Ihrem Hund eine Allergie vermuten, sollten Sie ihn so bald wie möglich in der Tierarztpraxis vorstellen. Dort werden andere mögliche Ursachen ausgeschlossen und Tests durchgeführt, die zeigen, ob tatsächlich eine Allergie hinter den Symptomen steckt. 

Nahrungsallergien werden in der Regel über eine Eliminationsdiät festgestellt. Der Hund erhält dabei mindestens drei Wochen lang ein hydrolysiertes, hypoallergenes Diät-Alleinfuttermittel und sonst nichts, während Sie auf Anzeichen einer Besserung achten. Anschliessend kann der Tierarzt einzelne Zutaten wieder «einführen», um mögliche Allergiesymptome zu beobachten und die Ursache einzugrenzen, auch wenn das nicht immer gelingt.

Eine Flohspeichelallergie lässt sich vergleichsweise leicht erkennen, wenn Flöhe oder Flohkot im Fell sichtbar sind. Bedenken Sie aber, dass der Floh in manchen Fällen bereits abgetötet und abgefallen ist. Die Ursache der Allergie zu finden, ist also nicht immer so einfach, wie es klingt. Sind noch Flöhe vorhanden, kann Ihnen der Tierarzt ein Mittel geben, das sie sehr schnell abtötet. Danach sollten Sie neben Ihrem Hund unbedingt auch die Wohnung behandeln. Denn 95 % der Flöhe halten sich in der Umgebung auf und würden sonst rasch wieder auf den Hund überspringen und das Problem von Neuem auslösen!

Allergien beim Hund behandeln  

Die Behandlung richtet sich meist nach der Art der Allergie. Ziel ist immer, die Ursache nach Möglichkeit zu beseitigen und die Symptome zu lindern. Eine Nahrungsallergie lässt sich in den Griff bekommen, indem die auslösende Zutat aus dem Futter gestrichen wird.

Gegen eine Flohallergie kann der Tierarzt ein «schnell wirkendes» Flohmittel verschreiben und Sie dazu beraten, wie Sie die Wohnung und alle anderen Tiere im Umfeld Ihres Hundes behandeln. Bei starken Beschwerden kann er zusätzlich ein Medikament verordnen, etwa ein medizinisches Shampoo oder eine Creme gegen heftigen Juckreiz oder ein entzündungshemmendes Mittel gegen Schwellungen.

Zeigt Ihr Hund eine schwere allergische Reaktion, bringen Sie ihn sofort in die Tierarztpraxis. Unbehandelt kann ein anaphylaktischer Schock tödlich enden.