Ihre neue Katze

Gutes Benehmen / Sozialisierung

Gutes Benehmen / Sozialisierung

Ihrem Kätzchen gute Manieren beibringen

Im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Meinung, lassen sich Ihrem Kätzchen in sehr jungen Jahren sehr wohl einige nützliche Dinge und Fertigkeiten anerziehen. Katzen können dazu getrimmt werden, auf ihren Namen zu hören oder auf Kommando zu Ihnen zu kommen. Je jünger die Katze zu Beginn des Trainings ist, desto höher die Erfolgsaussichten.

Soziale Ausbildung

Es ist wichtig, dass Kätzchen neue Erfahrungen mit Menschen, aber auch mit anderen Katzen und Hunden sammeln, solange sie noch jung genug sind, um alles Vermittelte aufzunehmen. Sobald sie alt genug sind und sich selbstständig fortbewegen können, gehen Kätzchen neue Situationen ohne Angst an. Ihre erste grosse Lernphase beginnt mit etwa drei Wochen, wenn die Welpen zum ersten Mal die Augen und Ohren öffnen und mit der Erkundung der grossen, weiten Welt beginnen.

Im  Alter von 7 Wochen werden die Kätzchen aber zunehmend vorsichtiger. Deshalb ist es wichtig, dass sie sowohl vor als auch nach diesem Alter mit möglichst vielen neuen Situationen konfrontiert werden. Leider werden Sie wahrscheinlich ein Kätzchen erhalten, das dieses Lebensalter bereits erreicht hat. Gerade deswegen ist die Wahl eines guten Züchters oder Tierheims so wichtig.

Reinrassige Kätzchen sind vom Züchter mit hoher Wahrscheinlichkeit erst im Alter von 12 oder 13 Wochen erhältlich, wodurch ihnen viele Aspekte der emotionalen Entwicklung entgehen dürften. Sobald Sie das Kätzchen zu sich holen, müssen Sie diesen Entwicklungsprozess neu aufnehmen und die Kätzchen so gut wie möglich an viele verschiedene Dinge gewöhnen.

Selbstverständlich endet die emotionale Entwicklung Ihres Kätzchens nicht mit 12 Wochen. Katzen sind sehr anpassungsfähig und Sie können eine Menge dazu beitragen, daraus lebensfrohe Gefährten zu machen, selbst wenn die Kätzchen sich in ihrem neuen Zuhause anfangs etwas vorsichtiger als erwartet zeigen.

Entwicklungskalender

  • Laden Sie Menschen zu sich nach Hause ein, damit sich Ihre junge Katze leichter an Menschen verschiedener Geschlechter, Altersstufen, Körpergrössen, mit verschiedenem Körperbau oder unterschiedlicher Herkunft gewöhnt.
  • Laden Sie Kinder ein, wenn Sie keine haben. Zeigen Sie diesen aber, wie sie sich in der Nähe des Kätzchens zu verhalten haben.
  • Laden Sie Freunde mit katzenfreundlichen Hunden zu Besuch ein. Diese Hunde müssen gut ausgebildet sein und auf Kommando in jeder Situation stehen bzw. sitzen bleiben können.
  • Unternehmen Sie mit Ihrem Kätzchen kurze Ausflüge mit dem Auto, um es früh an die Fahrten zu gewöhnen. Belohnen Sie das Kätzchen mit einem besonderen Leckerbissen, wenn Sie wieder zu Hause sind.

Aktion und Reaktion

Immer wenn Kätzchen mit etwas Neuem konfrontiert werden, sollten Sie selbstsicher auftreten und den Eindruck vermitteln, dass kein Grund zur Sorge besteht. Wenn Sie es mit Streicheleinheiten überschütten oder es im Übermass bestätigen, wird dies die Angst des Kätzchens nur verstärken. Zudem könnten die Kätzchen auch zu der Erkenntnis gelangen, dass sie durch das Vortäuschen eines erschrockenen Ausdrucks viel Aufmerksamkeit erhalten! Am besten hat sich eine ruhige, sachliche Reaktionsweise bewährt.

Die ersten Schritte zu einem guten Verhalten

Ihr Kätzchen hat viel zu lernen. Seien Sie geduldig und achten Sie darauf, gutes Benehmen zu belohnen. So wird weniger wünschenswertes Benehmen von allein verschwinden.

Niemals sollten Sie das Kätzchen schlagen. Beenden Sie stattdessen unerwünschtes Verhalten mit einem entschlossenen „NEIN!", ehe Sie die Aktivität Ihres Kätzchens in geordnetere Bahnen lenken. Sollte Ihr Kätzchen beispielsweise auf einer Fläche Gegenstände umstossen, sagen Sie „NEIN!" und werfen einen Ball, dem das Kätzchen dann nachsetzen kann.

Namensbindung

  • Wiederholen Sie immer wieder den Namen des Kätzchens während einer angenehmen Beschäftigung wie beispielsweise dem Fressen oder wenn Sie es liebkosen.
  • Rufen Sie das Kätzchen niemals beim Namen, wenn Sie wütend sind – das Tier muss seinen Namen mit etwas Gutem in Zusammenhang bringen. Dies gilt insbesondere für Katzen, die nach draussen gelassen werden. Ziel ist, dass die Katze angelaufen kommt, wenn Sie sie beim Namen rufen.

Kratzmöglichkeit

Es ist wichtig, seiner Katze beizubringen, an welchen Stellen sie kratzen darf, damit sie dazu nicht das Sofa benutzt.

  •  Zeigen Sie den Kätzchen ihren Kratzbaum oder die entsprechende Kratzmöglichkeit und befestigen Sie daran ein Spielzeug, um die Kätzchen zum Spielen zu animieren. Wenn sie mit ihren Pfoten den Kratzständer berühren, geht es mit dem Kratzen wahrscheinlich auch schon gleich los!
  • Alternativ können Sie die Vorderpfoten Ihres Kätzchens sanft anheben und an der Kratzfläche abwärts gerichtete Kratzbewegungen vornehmen. Schon bald wird das Kätzchen dies allein machen.
  • An der Kratzmöglichkeit angebrachte Katzenminze kann Katzen ebenfalls zum Kratzen anregen.
  • Je mehr die Katzen kratzen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie diesen Vorgang zukünftig wiederholen, da der Kratzstelle der Geruch der Kätzchenpfoten anhaftet.

Lieb und neugierig

Die meisten Kätzchen sind zu sehr mit Spielen oder Erkunden beschäftigt, um über längere Zeit ruhig zu bleiben. Und weil sich nicht alle Katzen als Schosstiere eignen, sollten Sie Ihre Katze streicheln und liebkosen, wenn sie von sich aus zu Ihnen kommt. Lassen Sie Ihrem Kätzchen seinen Entwicklungsspielraum. Folglich wird Ihr Haustier bald mehr Zeit mit Ihnen in inniger Beziehung verbringen. Schliesslich erfordert es viel Geduld, Verständnis und eine gewisse Kompromissbereitschaft zu lernen, wie man mit jemand neuem zusammenlebt, besonders bei Kätzchen. Nicht zu vergessen ist hierbei viel Sinn für Humor!

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1 Frau, 2 Hunde, 700 km

Rachel wird in totaler Autonomie mit ihren 2 Hunden den längsten Europäischen Wanderweg im Polarkreis zurücklegen.

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