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Einen neuen Hund anschaffen: Den passenden Hund für sich finden

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September 11, 2026
10 Min. Lesezeit
Stehender Hund mit Besitzer im Wald

Einen Hund anzuschaffen ist eine der aufregendsten Entscheidungen Ihres Lebens, aber auch eine der wichtigsten!

Deshalb lohnt es sich, sich gut vorzubereiten, damit Sie einen Hund finden, der zu Ihnen und Ihrem Lebensstil passt.

Bevor Sie einen Hund anschaffen, sollten Sie sich überlegen, welcher Hundetyp zu Ihnen passt. Den grossen Augen eines Welpen oder einem flauschigen Fellknäuel zu widerstehen, ist nicht einfach. Vergessen Sie jedoch nicht: Ein Hund ist eine langfristige Verpflichtung. Deshalb ist es wichtig, dass Sie gut zueinander passen. Ihr Hund wird viele Jahre Teil Ihres Lebens sein. Deshalb sollten Sie sich vorab gut informieren und wissen, was auf Sie zukommt.

In diesem Artikel

Einen Hund anschaffen: Die wichtigsten Überlegungen

Ein Hund sollte nicht nur zu Ihrem Lebensstil, sondern auch zu Ihrem Wohnumfeld passen. Wenn Sie in einer kleinen Wohnung ohne Aussenbereich leben, ist ein kleiner Hund oftmals die bessere Wahl.

Bei über 300 Hunderassen finden Sie bestimmt eine, die zu Ihnen passt. Nutzen Sie unseren Rassenselektor, um mehr über die verschiedenen Hunderassen zu erfahren.

Neben der Rasse gibt es bei der Anschaffung eines Hundes noch einen weiteren wichtigen Faktor zu berücksichtigen: sein Alter. Welpen benötigen sehr viel Aufmerksamkeit. Deshalb sollten Sie sich überlegen, ob die Adoption eines erwachsenen Hundes nicht die bessere Wahl wäre, wenn Sie nicht genügend Zeit haben, um einen kleinen Vierbeiner zu erziehen.

Wenn Sie sicher sind, dass ein Welpe zu Ihnen passt, kann der spannende Teil beginnen: die Wahl Ihres neuen vierbeinigen Begleiters!

Den richtigen Hund wählen: Die wichtigsten Fragen

Rassehund, Mischling oder Kreuzung?

Wussten Sie, dass derzeit mehr als 300 Hunderassen von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannt sind? Zählt man Kreuzungen und Mischlinge hinzu, stehen Ihnen Hunderte von verschiedenen Hundetypen zur Auswahl. Wenn es Ihr erster Hund ist, sollten Sie sich zunächst überlegen, ob Sie einen Rassehund, einen Kreuzungshund oder einen Mischling möchten.

Der Vorteil eines Rassehundes besteht darin, dass Sie seine spätere Grösse, die Länge und Beschaffenheit seines Fells, sein Temperament und sein Energieniveau besser einschätzen können. Zudem sind die gesundheitlichen Besonderheiten und erblich bedingten Erkrankungen bestimmter Rassen oft bekannt.

Auch Kreuzungshunde bieten ein gewisses Mass an Vorhersehbarkeit. Ein Kreuzungshund hat reinrassige Eltern, die jedoch unterschiedlichen Rassen angehören. Es lässt sich jedoch nur schwer vorhersagen, welche Rasse das Aussehen und den Charakter des Hundes stärker prägen wird. Eine Border-Collie-Labrador-Kreuzung kann beispielsweise einen ruhigen Hund, einen sehr energiegeladenen Hund oder etwas dazwischen hervorbringen.

Komplexer wird es bei Hunden ohne klar definierte Rasse, die auch als Mischlinge bezeichnet werden. Sie stammen nicht aus reinrassigen Linien, und auch wenn manchmal Merkmale bekannter Rassen erkennbar sind, bleiben viele Eigenschaften reine Vermutungen. Ein Vorteil von Mischlingen besteht darin, dass sie aufgrund ihrer grösseren genetischen Vielfalt oft robuster sind und teilweise weniger anfällig für bestimmte Erbkrankheiten sein können.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, welche Hunderasse am besten zu Ihnen passt, nutzen Sie unseren Rassenselektor.

 

„Welpen haben einen Blick, der jedes Herz dahinschmelzen lässt und sie einfach unwiderstehlich macht!“

 

Welpe oder erwachsener Hund?

Welpen haben einen Blick, der jedes Herz dahinschmelzen lässt, und sind deshalb einfach unwiderstehlich! Doch auch wenn ein Welpe unglaublich süss ist, bedeutet das nicht automatisch, dass er die richtige Wahl für Sie und Ihr Umfeld ist.

Wenn Sie die Anschaffung eines Welpen in Betracht ziehen, sollten Sie wissen, dass Welpen von Natur aus neugierig und lernfreudig sind. Daher ist es wichtig, ausreichend Zeit für ihre Erziehung einzuplanen. Die Hundeerziehung macht Spass, erfordert aber auch viel Einsatz. Sie müssen Ihrem Welpen alles beibringen, von der Stubenreinheit bis zum Laufen an der Leine. Wenn Sie die nötige Zeit und Geduld mitbringen, werden Sie grosse Freude an seiner Entwicklung haben. Jede Investition in die Erziehung Ihres Welpen stärkt zudem die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund.

Eine weitere Möglichkeit ist die Aufnahme eines Junghundes. Wenn es Ihr erster Hund ist, könnte ein älterer Hund besser zu Ihrem Lebensstil passen.

Die meisten erwachsenen Hunde sind bereits bis zu einem gewissen Grad erzogen und sozialisiert.

Das bedeutet jedoch nicht, dass keine Arbeit mehr nötig ist. Auch ein erwachsener Hund braucht Zeit und Aufmerksamkeit, und Sie können genauso eine enge Bindung zu ihm aufbauen wie zu einem Welpen. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass ein älterer Hund nichts mehr lernen kann. Hunde können ihr ganzes Leben lang Neues lernen und sich an veränderte Situationen anpassen.

Leider haben manche erwachsenen Hunde, die zur Adoption angeboten werden, nicht immer in einem liebevollen Zuhause gelebt. Deshalb können sie emotionale Belastungen mitbringen. Diese Hunde benötigen oft mehr Liebe, Zeit und Geduld als andere. Was Sie investieren, wird jedoch sowohl für Sie als auch für Ihren Hund äusserst bereichernd sein und die Grundlage für eine langfristige Freundschaft schaffen. Die gemeinsame Arbeit an seiner Erziehung hilft Ihnen dabei, eine besondere Beziehung aufzubauen und das Vertrauen zwischen Ihnen zu stärken. Die Mitarbeitenden und freiwilligen Helferinnen und Helfer in den Tierheimen beraten Sie gerne und unterstützen Sie dabei, den passenden Hund zu finden.

Rüde oder Hündin?

Ein weiterer Faktor, den Sie bei der Anschaffung eines Hundes berücksichtigen sollten, ist sein Geschlecht. Die Meinungen dazu gehen auseinander, und letztlich hängt die Entscheidung vor allem von Ihren persönlichen Vorlieben ab.

Manche Hundehalter sind der Meinung, dass Hündinnen leichter zu erziehen sind und eine engere Bindung zu ihren Menschen aufbauen, während andere sie als unabhängiger und zurückhaltender beschreiben. Rüden wird oft nachgesagt, selbstbewusster aufzutreten. Eine Kastration kann jedoch dazu beitragen, bestimmte Verhaltensweisen abzuschwächen, wobei dies vom individuellen Hund und vom Zeitpunkt des Eingriffs abhängt.

Auf diese Frage gibt es keine einfache Antwort. Vergessen Sie jedoch nicht, dass Charakter und Verhalten eines Hundes vor allem von seiner individuellen Persönlichkeit sowie von der Zeit abhängen, die Sie in seine Erziehung und Sozialisierung investieren.

Nicht kastrierte Hunde können unabhängig vom Geschlecht manchmal schwieriger zu führen sein. Rüden können beispielsweise auf die Suche nach läufigen Hündinnen gehen, während nicht kastrierte Hündinnen während der Läufigkeit mehr Aufmerksamkeit benötigen und gelegentlich eine Scheinschwangerschaft entwickeln können. Wenn Sie mit Ihrem Hund züchten möchten, sollten Sie auf solche Situationen vorbereitet sein. Ungeplante Würfe können dagegen unnötige Herausforderungen mit sich bringen, beispielsweise Komplikationen während der Geburt oder die Suche nach geeigneten Familien für die Welpen. Die Kosten für die Kastration einer Hündin sind in der Regel höher als bei einem Rüden, insbesondere wenn die Hündin bereits trächtig ist.

Weitere Informationen zu den Auswirkungen der Kastration bei Rüden und Hündinnen finden Sie in unseren FAQ zur Kastration.

Worauf sollte man bei der Wahl eines Welpen achten?

Mit etwa sechs Wochen sollte Ihr Welpe Interesse an Ihnen und seiner Umgebung zeigen, gerne an Ihren Händen schnuppern und neugierig die Welt um sich herum erkunden. Er sollte verspielt sein und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch den einen oder anderen Unsinn anstellen! Folgende Punkte sollten Sie bei der Auswahl beachten.

  • Denken Sie daran, dass die kleinsten Welpen eines Wurfs anfälliger für gesundheitliche Probleme sein können und dass nervöse, zurückhaltende oder übermässig aufgeregte Welpen möglicherweise mehr Erziehung und Sozialisierung benötigen.
  • Ihr Welpe sollte gut genährt, aber nicht übergewichtig sein und weder Schwellungen noch auffällige Knoten aufweisen.
  • Ein gesunder Welpe sollte zudem klare, glänzende Augen, saubere Ohren und einen sauberen Afterbereich haben.
  • Das Fell sollte weich und sauber sein, ohne kahle oder empfindliche Stellen, und der Welpe sollte sich nicht ständig kratzen.
  • Setzen Sie den Welpen auf den Boden. Er sollte sofort Interesse an seiner Umgebung zeigen. Klatschen Sie in die Hände oder pfeifen Sie und beobachten Sie seine Reaktion.
  • Taubheit kann bei einigen Rassen, beispielsweise Dalmatinern und anderen überwiegend weissen Hunderassen, häufiger auftreten. Stellen Sie daher sicher, dass Ihr Welpe auf deutliche, plötzliche Geräusche reagiert.

Wann sollte der Welpe ins neue Zuhause ziehen?

In der Schweiz darf ein Welpe nicht vor einem Alter von 56 Tagen (vollendete 8 Wochen) von seiner Mutter getrennt werden. Diese Regel soll seine Verhaltensentwicklung und Sozialisierung während der ersten Lebenswochen gewährleisten.

Manche Züchter empfehlen, mit dem Umzug des Welpen bis zum Alter von 10 bis 12 Wochen zu warten. Diese zusätzliche Zeit kann vorteilhaft sein, wenn der Welpe in einer anregenden Umgebung aufwächst und seine Sozialisierung mit der Mutter, den Wurfgeschwistern und Menschen weiterentwickeln kann.

Vergewissern Sie sich vor der Adoption, dass Ihr Welpe die erforderliche tierärztliche Versorgung erhalten hat. Der Züchter sollte Ihnen Informationen zu Impfungen, Entwurmungen sowie zur Kennzeichnung des Tieres zur Verfügung stellen können.

In der Schweiz müssen alle Hunde vor der Übergabe an einen neuen Halter mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in der nationalen Datenbank AMICUS registriert sein.

Informieren Sie sich ausserdem über das Futter, das der Welpe beim Züchter erhalten hat. Die Beibehaltung derselben Ernährung in den ersten Tagen erleichtert die Eingewöhnung in das neue Zuhause und hilft, Verdauungsprobleme aufgrund der Umstellung zu vermeiden.

Züchter oder Tierheim?

Wenn Sie einen Rassehund oder einen Mischlingswelpen adoptieren möchten, empfiehlt es sich, einen seriösen Züchter zu wählen.

Die Adoption eines Hundes aus einem Tierheim und die Chance auf ein neues Leben zu schenken, kann besonders bereichernd sein. Viele Hunde warten dort auf eine neue Familie. Jeder Hund hat seine eigene Geschichte und musste sein bisheriges Zuhause ohne eigenes Verschulden verlassen. Nun wünscht er sich eine neue Familie.

Seriöse Tierheime setzen alles daran, den richtigen Hund mit der passenden Familie zusammenzubringen, damit weder der Hund erneut abgegeben wird noch Sie einen Hund erhalten, der nicht zu Ihnen passt. Die Mitarbeitenden lernen die aufgenommenen Hunde sorgfältig kennen und nehmen sich Zeit, Sie, Ihre Familie und Ihren Lebensstil kennenzulernen, bevor sie Ihnen einen Hund empfehlen. Ausserdem beraten sie Sie gerne und beantworten Ihre Fragen.

Wenig überraschend leben in Tierheimen mehr erwachsene Hunde als junge Hunde. Wenn junge Hunde verfügbar sind, werden sie meist sehr schnell vermittelt. Wenn Sie einen jungen Hund aus einem Tierheim adoptieren möchten, müssen Sie möglicherweise mehrere Tierheime kontaktieren und etwas länger suchen, um den passenden Hund zu finden. Besuchen Sie die Website des Schweizer Tierschutzes STS, um das nächstgelegene Tierheim zu finden.

Vorsicht bei Tieranzeigen im Internet

Die Adoption oder der Kauf eines Hundes sollte niemals ausschliesslich aufgrund einer spontanen Entscheidung nach dem Lesen einer Online-Anzeige erfolgen. Der Schweizer Tierschutz (STS) und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) warnen vor dem Handel mit Tieren aus fragwürdigen Quellen im Internet. Viele online angebotene Hunde stammen möglicherweise aus Zuchten oder Vertriebsstrukturen, die die Anforderungen des Tierschutzes nicht erfüllen. Einige Tiere werden illegal importiert, zu früh von ihrer Mutter getrennt oder weisen gesundheitliche oder verhaltensbezogene Probleme auf, die beim Kauf nicht immer sofort erkennbar sind.

Nehmen Sie sich vor jeder Adoption oder Anschaffung die Zeit, das Tier persönlich kennenzulernen, den Ort seiner Unterbringung zu besuchen und Fragen zu seiner Herkunft, seinem Gesundheitszustand und seinen besonderen Bedürfnissen zu stellen. Ein seriöses Tierheim oder eine vertrauenswürdige Organisation wird stets darauf achten, dass Tier und zukünftige Familie gut zueinander passen.

Wenn Sie sich für eine anerkannte Tierschutzorganisation oder ein renommiertes Tierheim entscheiden, erhöhen Sie die Chancen auf eine erfolgreiche Adoption und schaffen die Grundlage für eine langfristige und glückliche Beziehung zu Ihrem zukünftigen Begleiter.