Ihr neuer Hund

Wehen und Geburt

Wehen und Geburt

Sollte Ihre Hündin kurz vor der Geburt stehen, sollten Sie nicht in Panik geraten! Hunde sind von Natur aus wesentlich besser auf eine Geburt vorbereitet als wir Menschen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Hündin es bequem hat, schauen Sie in angemessenem Abstand zu und greifen Sie nur ein, wenn etwas völlig falsch abläuft – was kaum der Fall sein dürfte.

Natürlich gibt es ein paar Dinge, die Sie wissen sollten, damit auch alles möglichst glatt verläuft.

Seien Sie vorbereitet

Es bietet sich immer an, die private Telefonnummer Ihres Tierarztes notiert zu haben, da eine Geburt oft nachts erfolgt. Stellen Sie zudem sicher, dass Sie alles Erforderliche griffbereit haben, falls Sie es benötigen sollten – eine Nagelschere, ein sauberes trockenes Handtuch und einen Korb. Sollte der Wurf umfangreich ausfallen, steht den neugeborenen Hundewelpen ausreichend Platz zur Verfügung. 

Wie wissen Sie, dass die Welpen unterwegs sind?

Beginnen Sie in der letzten Woche der Trächtigkeit, die Körpertemperatur der Hündin zweimal täglich rektal zu messen. Das erste erwähnenswerte Anzeichen der Wehen ist ein Temperaturabfall der Hündin von 38,5ºC auf 37ºC (wobei die normale Körpertemperatur von Hündin zu Hündin leicht variieren kann). Dieses Phänomen tritt in der Regel 12 bis 24 Stunden vor der Geburt auf.

Kurz vor der Geburt nimmt die trächtige Hündin keine Nahrung mehr zu sich, kann erbrechen und auf ihrer Unterlage scharren, um das Nest für die bald zu gebärenden Welpen vorzubereiten. Ein weiteres klares Anzeichen sind Kontraktionen, während der sich die Hündin an- und wieder entspannt, wenn die einzelnen Kontraktionen wieder nachlassen. Sie können auch damit rechnen, dass die werdende Mutter sehr unruhig wird und sogar zu hecheln und zu zittern beginnt.

Das letzte Anzeichen ist ein Scheidenausfluss. Dieser ist anfangs oft klar und geht von einem Blassgrün in Dunkelgrün über. Die dunkelgrüne Farbe zeigt an, dass die Plazenta sich abgelöst hat und die Geburt der Welpen unmittelbar bevorsteht. Sollte Ihre Hündin innerhalb einer Stunde nach diesem Ausfluss keine Welpen zur Welt gebracht haben, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt und bitten Sie ihn um Hilfe.

  

Die Geburt

Die Welpen kommen gewöhnlich in Intervallen von weniger als 20 Minuten zur Welt. Allerdings ist es für Hündinnen normal, irgendwann während der Niederkunft eine Art Auszeit zu nehmen und die Geburtswehen bis zu zwei Stunden einzustellen, ehe der nächste Hundewelpe geboren wird. Wenn Sie beobachten, dass die Hündin über eine Stunde lang stark presst und unruhig wirkt oder ihre Geburtspause über vier Stunden dauert, fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat. 

Niederkunft

Gehen Sie davon aus, dass einige Welpen (möglicherweise die Hälfte) in Steisslage geboren werden. Dies ist bei Hunden nicht unnormal. Die Mutter kümmert sich um ihren Nachwuchs und leckt jeden einzelnen Welpen ab, um deren Kopf von der Fruchtblase zu befreien, damit die Welpen frei atmen können, und beisst die Nabelschnur durch.

Wenn Ihre Hündin zum ersten Mal Mutter wird, braucht sie vielleicht zusätzliche Hilfe und Unterstützung und Aufmunterung, die Sie ihr erweisen sollten. Es kann vorkommen, dass die Mutter sich gerade inmitten der Geburt des nächsten Welpen befindet und der zuletzt geborene Hundewelpe Hilfe benötigt. In diesem Fall helfen Sie dem Welpen aus der Fruchtblase heraus, nehmen einen kräftigen Faden und binden die Nabelschnur ca. 2 bis 3 cm vor ihrem Ansatz am Körper des Welpen ab. Bringen Sie dann ein Stück weiter einen zweiten Knoten an und durchtrennen Sie die zwischen den Knoten liegende Nabelschnur mit einer sauberen Schere. Reiben Sie den Welpen zügig mit einem sauberen Tuch gegen den Strich trocken (gut geeignet sind Gesichtshandtücher, da sie aufgrund ihrer Grösse den Welpen abdecken, Sie aber nicht am Abtrocknen hindern). Zu guter Letzt rubbeln Sie den Welpen kräftig mit einem warmen Tuch, was ihn trocknet, aufwärmt und zu seinem ersten Atemzug anregt. Durch Tränenfluss befreit der Welpe seine Atemwege von Flüssigkeit. Sollten Sie einen Saugball haben, können Sie diesen sanft in jedem Nasenloch einsetzen.

Wenn die Wehen sehr lange anhalten, muss sich die Mutter möglicherweise vor der Geburt oder zwischendurch erleichtern. Beobachten Sie die Hündin aufmerksam – es wäre möglich, dass sie gleichzeitig mit der Geburt des nächsten Welpen beginnt.

Nach Abschluss der Niederkunft geben Sie der Mutter etwas zu fressen und zu trinken und helfen ihr nach draussen (was ihr schwer fallen könnte). Entfernen und ersetzen Sie die verunreinigten Auflagen des Nests und geben Sie der neuen Familie etwas Zeit, um unter sich zu sein.

Sollte die Mutter jedoch kein grosses Interesse zeigen, sich um ihre Welpen zu kümmern, müssen Sie einspringen – insbesondere wenn das Desinteresse der Mutter über eine Stunde lang anhält – und sofort Ihren Tierarzt um Rat fragen. In vereinzelten Fällen könnte als Folge, dass sich die Mutter nicht um den Nachwuchs kümmert oder keine Milch herstellen kann, eine Fütterung von Hand erforderlich sein.

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1 Frau, 2 Hunde, 700 km

Rachel wird in totaler Autonomie mit ihren 2 Hunden den längsten Europäischen Wanderweg im Polarkreis zurücklegen.

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