Ihr neuer Hund

Die richtige Welpenerziehung

Die richtige Welpenerziehung

Ihrem Hundewelpen gute Manieren anerziehen

Bei ihrer Geburt können die Hundewelpen nicht anders, als sich wie solche zu benehmen: Sie springen herum, bellen, zwicken und können auch einmal beissen. Wie Sie schnell merken werden, ist es völlig normal, dass die Welpen verschiedene Phasen durchlaufen (manche sogar mehrmals), die Sie manchmal darüber grübeln lassen, wieso Sie sich für einen Hund im Welpenalter entschieden haben, dem ja noch alles beigebracht werden muss. Mit der erforderlichen Pflege und Aufmerksamkeit können Sie Ihrem Hundewelpen aber durchaus ein gutes, ja sogar vorbildliches Benehmen beibringen! 

Soziale Ausbildung

Es ist wichtig, Hundewelpen möglichst viele Erfahrungen mit anderen Menschen, aber auch mit anderen Hunden sammeln zu lassen, solange sie noch jung genug sind, um alles Vermittelte aufzunehmen. Die erste grosse Lernphase beginnt mit etwa drei Wochen, wenn die Welpen zum ersten Mal die Augen und Ohren öffnen und mit der Erkundung der sie umgebenden grossen weiten Welt beginnen.

Der nächste grosse Entwicklungssprung findet im Alter von etwa 7 bis 12 Wochen statt. Umso merkwürdiger mag der Hinweis Ihres Tierarztes erscheinen, dass Sie Ihren Hundewelpen genau in dieser Zeit möglichst von öffentlichen Orten fernhalten sollen, während die Schutzimpfungen greifen. Dennoch gibt es Lösungen, trotz dieses anscheinenden Widerspruchs dafür zu sorgen, dass Ihr Welpe sich zu einem gut angepassten, geselligen Hund entwickelt. 

Entwicklungskalender

  • Wenn Sie Ihren Welpen nicht in die Welt mitnehmen können, dann bringen Sie doch die Welt zu Ihrem Welpen!
  • Laden Sie Menschen zu sich nach Hause ein, damit sich Ihr Welpe leichter an Menschen verschiedener Geschlechter, Altersstufen, Körpergrössen, mit verschiedenem Körperbau oder unterschiedlicher Herkunft gewöhnt. Diese Personen sollten Sie ruhig dazu ermuntern, in unterschiedlicher Kleidung zu erscheinen. Geben Sie den Besuchern Leckerbissen für die Welpen.
  • Bitten Sie Freunde darum, freundliche Hunde mitzubringen, die in Sachen Impfung auf dem neuesten Stand sind.
  • Auch Welpenpartys bieten eine grossartige Gelegenheit, Ihren neuen Welpen mit etwa gleichaltrigen Welpen zusammenzubringen. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach in Ihrer Nähe organisierten Welpenpartys.
  • Nehmen Sie Ihren Welpen für kurze Ausflüge im Auto mit. Dies erlaubt Ihrem Welpen nicht nur, sich an die Fahrt im Auto zu gewöhnen, sondern auch die Welt zu erleben. Daneben gewöhnt sich der Welpe an laute Motorräder, Lkw, Sirenen usw.
  • Es sind Tonträger mit Aufnahmen und Geräuschen zur Sozialisierung erhältlich, die eine entsprechende Ausbildung erleichtern können.
  • Versuchen Sie sich alles vorzustellen, womit Ihr Welpe in seinem Leben konfrontiert werden könnte und stellen Sie eine Prüfliste zusammen. Streichen Sie dann alles von der Liste, womit der Welpe in Kontakt kommt und das er akzeptiert.
  • Denken Sie daran: Machen Sie nichts nur ein einziges Mal. Es ist wichtig, Ihren Hund wiederholt mit diesen Dingen zu konfrontieren. 

Aktion und Reaktion

Immer wenn Ihr Welpe mit etwas Neuem konfrontiert wird, sollten Sie Zuversicht zeigen und vermitteln, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Sie sollten nach Möglichkeit selbst keine Angst oder Sorge empfinden, da Ihr Welpe Ihre Körpersignale auszuwerten weiss und annimmt, dass etwas nicht stimmt. Sie brauchen nur gelegentlich „guter Hund" zu sagen, reichlich Leckerbissen bei sich zu haben und eine ruhige Fassung zu behalten. Das dauernde und übertriebene Zureden, dass alles in Ordnung ist, wird Ihren Welpen nur noch mehr verängstigen. 

Raus und etwas unternehmen

Sobald Ihr Welpe die Impfungen hinter sich hat (mit 10 bis 12 Wochen), ist es an der Zeit, seine Ausbildung weiter anzugehen. 

  • Führen Sie Ihren Welpen angeleint an ruhigen Gehwegen entlang spazieren und gehen Sie allmählich zu verkehrsreichen Bereichen über.
  • Nehmen Sie Ihren Welpen mit zu einem Einkaufszentrum, setzen Sie sich auf eine Bank und schauen Sie all dem Geschehen um Sie herum zu. Bestimmt werden vorbeikommende Personen herangehen und Ihrem Welpen „Hallo" sagen – ein weiterer Bonus.
  • Unternehmen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen Ausflug und verbringen Sie einige Zeit damit, sich auf einem belebten Bahnhof einfach nur hinzusetzen, was für eine Gewöhnung an den dortigen Trubel sorgt.
  • Besuchen Sie hundefreundliche Läden, Kneipen und Cafés.
  • Nehmen Sie Ihren Welpen mit zu einem Strand (prüfen Sie zuerst die vor Ort geltenden Bestimmungen) und zu so vielen Umgebungen wie irgend möglich.
  • Auch hier gilt: Versuchen Sie, Ihren Hund diese Erfahrungen wann immer möglich machen zu lassen.

Namensbindung

  • Wiederholen Sie den Namen Ihres Welpen in erfreulichen Situationen, beispielsweise wenn der Welpe gerade frisst oder Sie ihn liebkosen.
  • Rufen Sie niemals den Namen Ihres Welpen, wenn Sie zornig sind – Welpen müssen ihren Namen mit etwas Gutem in Verbindung bringen.
  • Stellen Sie sicher, dass sich die ganze Familie konsequent an einen Namen hält – sollte Ihr Welpe z. B. Ben heissen, gilt es nur diesen Namen und keine Formen wie Benjamin, Bennie oder Benji zu verwenden, die alle für Verwirrung sorgen!  

Abstellen des Beissverhaltens

Ihr Hundewelpe muss lernen, dass man Menschen nicht beisst. Alle Welpen bringen ihren Mund gerne mit allem Möglichen in Berührung bzw. setzen ihr Gebiss gerne ein, besonders beim Zahnen. Dies sollte jedoch nicht hingenommen werden: Hält dieses Verhalten bis ins Erwachsenenalter an, kann dies ernsthafte Schäden verursachen. 

  • Lassen Sie Ihre Freunde und Familie einen lauten hellen Schrei ausstossen und sich dann vom Welpen abwenden, als ob er diese mit seinem Mund berührt oder gebissen hätte. Mit dieser Methode setzen Sie sich wesentlich wirkungsvoller durch, als den Welpen zu tadeln oder beim Spielen mit ihm grober vorzugehen.
  • Diese Reaktion muss auch dann erfolgen, wenn der Welpe niemanden verletzt – Sie sollten versuchen, Ihren Welpen auch von einem sanften Mundkontakt abzubringen.
  • Anschliessend muss der Welpe ignoriert werden, damit er sieht, dass dies ein Fehlverhalten bedeutet und das Spielen beendet ist.
  • Diese Reaktion ähnelt der Verhaltensweise von Welpen aus demselben Wurf, wenn diese von einem anderen Welpen verletzt werden. Daher wird Ihr Welpe schnell begreifen, dass dieses Verhalten falsch ist.
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1 Frau, 2 Hunde, 700 km

Rachel wird in totaler Autonomie mit ihren 2 Hunden den längsten Europäischen Wanderweg im Polarkreis zurücklegen.

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