Kognitives Dysfunktionssyndrom

Das kognitive Dysfunktionssyndrom bei Hunden kann sehr bedrückend sein. In vielen Fällen kann jedoch eine tierärztliche Behandlung helfen.
Kognitives Dysfunktionssyndrom
Kognitives Dysfunktionssyndrom
Kognitives Dysfunktionssyndrom

In der Regel tendieren ältere Hunde dazu, im Vergleich zu ihrem ersten oder mittleren Lebensabschnitt länger zu schlafen und alles langsamer anzugehen. Allerdings können bei manchen älteren Hunden abnormal erscheinende Verhaltensänderungen einsetzen. Bis vor kurzem wurden derartige Veränderungen dem Altersprozess zugeschrieben, gegen den nur wenig unternommen werden kann. Jüngeren Ansichten zufolge hängen diese Veränderungen jedoch mit einer kognitives Dysfunktionssyndrom (CDS) genannten Störung zusammen.

CDS lässt sich aufgrund mehrerer klinischer Anzeichen feststellen. Die Diagnose wird erstellt, wenn ein Hund mehrere sich im hohen Alter entwickelnde Anzeichen aufweist, die nicht vollständig auf andere medizinische oder physische Probleme zurückzuführen sind.

Beispielsweise können an CDS leidende Hunde in ihrer gewohnten Umgebung wie ihrem Zuhause orientierungslos erscheinen, umherirren oder sich in einer Ecke verrennen.

Hunden, die ihr ganzes Leben über stubenrein waren, könnten „Missgeschicke" unterlaufen. Manche Tiere könnten aufhören, ihre Halter an der Tür zu empfangen oder ihnen für Apportierspiele Bälle zu bringen, aber auch den Anschein erwecken, dass ihnen Streicheleinheiten gleichgültig sind. Auch wenn diese Hunde tagsüber schlafen mögen, könnten sie nachts unruhig sein und zunehmend umherwandeln, so als ob sich ihr biologischer Rhythmus umgekehrt hätte.

Da ältere Hunde zunehmend anfällig für medizinische Probleme werden, sind regelmässige Untersuchungen bei einem Tierarzt wichtig. Nur ein Tierarzt kann feststellen, ob die Verhaltensänderungen Ihres Hundes mit CDS oder mit anderen gesundheitlichen Faktoren wie beispielsweise einer Leber-, Herz- oder Nierenerkrankung zusammenhängen. Sollte CDS diagnostiziert werden, kann Ihnen Ihr Tierarzt möglicherweise eine Behandlung empfehlen.

Verhaltensänderungen bei Hunden im höheren Alter können auf Behandlungen ansprechen. Was auch immer geschehen mag, unsere älteren Hunde verdienen nach einer Lebenszeit voller bedingungsloser Liebe und Freundschaft alle Pflege und Rücksicht, die wir Ihnen erweisen können.