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Hautprobleme bei Katzen

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November 04, 2026
4 Min. Lesezeit
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Hautpflege für Ihre erwachsene Katze

Die Haut Ihrer Katze verrät viel über ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Gesunde Katzenhaut ist je nach Rasse rosa oder schwarz, das Fell glatt und glänzend. Ist das nicht der Fall, steckt meist eine Hauterkrankung dahinter, die gezielt behandelt werden sollte.

Achten Sie auf Krusten, Juckreiz, Schuppen, schwarze oder weisse Flecken, kahle Stellen und entzündete Hautpartien, denn sie deuten meist darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Kleine schwarze Pünktchen können zum Beispiel auf Flöhe hinweisen, ein stumpfes Fell auf eine zugrunde liegende Erkrankung. Kratzen und Schorf wiederum sprechen für eine Hautkrankheit. Werfen Sie auch einen Blick auf die Haut rund um die Ohren. Bräunlichen Ausfluss oder Rötungen sollten Sie tierärztlich abklären lassen.

Wenn Sie die Warnzeichen auf der Haut Ihrer Katze kennen, sorgen Sie schneller für die richtige Behandlung, sobald Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt. 

In diesem Artikel

Häufige Hauterkrankungen bei Katzen erkennen

Trockene Haut bei Katzen

Trockene Haut ist für die Katze meist kein ernstes Gesundheitsproblem, ausser sie kratzt sich ununterbrochen. Die Temperatur in der Wohnung wirkt sich auf ihre Haut aus. Im Winter, wenn die Heizung läuft, beginnt trockene Haut schnell zu jucken. Ein Luftbefeuchter kann Ihrer Katze dann Erleichterung verschaffen.

Häufige Hautparasiten

Zu den häufigsten Hautparasiten der Katze zählen Flöhe, Zecken und Milben. Sie können Juckreiz, Entzündungen und Hautläsionen auslösen und zu Haarausfall führen. In schweren Fällen kann ein starker Flohbefall beim Kätzchen zu Blutarmut führen, was gefährlich werden kann. Flöhe können bei Katzen ausserdem eine besondere Allergie auslösen, die Flohspeichelallergie-Dermatitis (FAD, mehr dazu weiter unten). Die meisten parasitär bedingten Hauterkrankungen lassen sich rasch behandeln, einzelne brauchen jedoch länger.

Flöhe bei der Katze erkennen 

Katzen putzen sich so gründlich, dass Katzenhalter manchmal überrascht sind, wenn ihre Katze Flöhe hat! Dabei stecken Flöhe hinter vielen Hauterkrankungen. Das deutlichste Zeichen dafür, dass sich die hartnäckigen Parasiten bei Ihrer Katze eingenistet haben, ist anhaltendes Kratzen. Manche Katzen kratzen sich allerdings nicht, sondern putzen sich übermässig und hinterlassen dabei kahle Stellen. 

Katzenflöhe sind dunkelbraun und rund 1 bis 2 mm lang. Meist fallen sie Ihnen beim Kämmen mit einem feinzinkigen Flohkamm im Fell Ihrer Katze auf, zusammen mit winzigen schwarzen Krümeln, dem Flohkot.

Flöhe bei der Katze behandeln

Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn Sie bei Ihrer Katze Flöhe vermuten. Er empfiehlt Ihnen die passende Behandlung. Katzenflöhe sind zähe kleine Plagegeister. Es genügt deshalb nicht, nur die Katze zu behandeln, auch ihr Umfeld muss mitbehandelt werden. Waschen Sie dafür Decken, Kissenbezüge und Textilien bei hoher Temperatur. Ist Ihre Katze die Flöhe erst einmal los, sorgen Sie das ganze Jahr über mit einem vorbeugenden Mittel für Schutz, denn die hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer und die Zentralheizung im Winter bieten Flöhen ideale Bedingungen.

Katzenflöhe und die Flohspeichelallergie-Dermatitis (FAD)

Flöhe sind für Ihr Haustier äusserst unangenehm und verursachen lästige Hautprobleme. Am häufigsten findet sich auf Katzen der Katzenfloh, doch auch Kaninchen- und Igelflöhe machen Ihrer Samtpfote zu schaffen. Manche Katzen reagieren mit der Zeit empfindlich auf Flohspeichel und entwickeln eine Allergie gegen die Bisse, die Flohspeichelallergie-Dermatitis (FAD).

Die FAD zeigt sich auf unterschiedliche Weise. Meist kommt es zu Reizungen und Juckreiz, die Ihre Katze zum Kratzen bringen. Manchmal folgen Haarausfall und kleine Krusten auf der Haut, die sogenannte miliare Dermatitis.

Katzen mit FAD haben eine extrem empfindliche Haut. Ein einziger winziger Floh genügt, um einen Kreislauf aus Juckreiz und Kratzen auszulösen.

Neben Flöhen setzen auch Zecken Ihrer Katze zu. Wie Sie die Parasiten erkennen, sicher entfernen und ihnen vorbeugen, erfahren Sie auf unserer Seite zu Zecken bei Katzen. 

Hautallergien bei Katzen

Genau wie wir können Katzen auf die unterschiedlichsten Dinge allergisch reagieren. Ausgelöst wird die Reaktion vom Immunsystem Ihrer Katze, das gegen das Allergen Antikörper bildet. Am Ende stehen Entzündungen, Juckreiz und weitere Hautprobleme.

Zu den häufigsten Allergenen bei Katzen zählen: 

  • Eingeatmete Allergene wie Schimmel, Pollen und Hausstaub
  • Flöhe
  • Reizende Substanzen, die mit der Haut Ihrer Katze in Berührung kommen und eine Kontaktdermatitis auslösen, etwa Seifen und Parfums, Haushalts- oder Gartensprays, Chemikalien, Federn, Wolle und sogar manche Flohhalsbänder
  • Bestimmte Futtermittel 

Haarausfall (Alopezie) bei Katzen

Katzen haaren das ganze Jahr über, im Sommer und im Herbst allerdings deutlich stärker, wenn der Fellwechsel ansteht. Dann brauchen sie bei der Fellpflege vielleicht etwas Unterstützung, und ein guter Staubsauger leistet wertvolle Dienste!

Verliert Ihre Katze während des Fellwechsels jedoch auffällig mehr Haare als sonst, steckt womöglich eine Alopezie dahinter, also krankhafter Haarausfall. Auslöser ist häufig übermässiges Putzen einer juckenden oder schmerzenden Stelle. Infrage kommen Hauterkrankungen wie Hautpilz (eine Pilzinfektion, fachlich Dermatophytose), häufige Hautparasiten wie Flöhe, Zecken und Milben oder hormonelle Störungen. Übermässiges Putzen hat manchmal auch Verhaltensprobleme oder Ängste als Ursache, die bei Katzen häufiger vorkommen als bei Hunden. Weil Ihre Katze dabei viele Haare verschluckt, kann sie am Ende Haarballen hervorwürgen.

Hautbeschwerden bei Katzen gehen oft auf einen schlechten Allgemeinzustand und eine unausgewogene Ernährung zurück, manchmal aber auch auf die Aufzucht eines Wurfs oder eine unerkannte Erkrankung.

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Alopezie bei der Katze behandeln

Bevor Ihr Tierarzt eine Behandlung gegen den Haarausfall vorschlagen kann, muss er die Ursache der Alopezie und mögliche weitere Hauterkrankungen abklären. Flöhe lösen sehr oft Juckreiz aus, der wiederum zu Haarausfall führt. Empfohlen wird deshalb häufig zuerst eine Flohbehandlung, die Sie ohnehin regelmässig auffrischen sollten.

Möglich sind auch eine Haarprobe oder ein Hautgeschabsel, um Hautpilz und Parasiten nachzuweisen, sowie eine Blutuntersuchung, um eine Grunderkrankung auszuschliessen. Manchmal folgt ein Allergietest oder eine etwas grössere Hautprobe, die unter Narkose entnommen wird, damit Ihre Katze nichts davon spürt.

Findet Ihr Tierarzt die Ursache der Alopezie nicht oder spricht Ihre Katze nicht auf die Behandlung an, überweist er Sie für weitere Abklärungen an einen Fachtierarzt für Dermatologie. Vermuten Sie oder Ihr Tierarzt ein Verhaltensproblem, suchen Sie im Alltag Ihrer Katze nach Stressquellen oder wenden Sie sich an einen Tierverhaltensberater.

Manche Ursachen von Haarausfall wie Hautpilz sind auf den Menschen übertragbar, auch wenn das selten vorkommt. Ein Besuch in der Tierarztpraxis lohnt sich deshalb, für die Gesundheit Ihrer Katze und für Ihre eigene.

Die Haut Ihrer Katze im Sommer schützen

Ohren und Nase der Katze sind empfindlich und bekommen im Sommer leicht einen Sonnenbrand. Besonders gefährdet sind Katzen mit weissem Fell. Schützen Sie sie mit etwas Sonnencreme auf den unbedeckten Stellen.

Mit diesen Tipps halten Sie die Haut Ihres Haustiers in bestem Zustand und haben eine rundum zufriedene Katze, die Sie ganz unbeschwert kraulen können.

Sie kennen jetzt die häufigsten Hauterkrankungen der Katze. Entdecken Sie als Nächstes, wie Sie eine Zecke bei Ihrer Katze entfernen!

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Mai 25, 2022
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