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Warum niesen Hunde?

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November 03, 2026
4 Min. Lesezeit
Französische Bulldogge steht im Wasser und hat die Zunge herausgestreckt

Dass ein Hund niest, kommt häufig vor. Manchmal fällt es Ihnen aber zu ungewöhnlichen Zeiten oder häufiger als sonst auf. In diesem Artikel gehen wir den Ursachen für das Niesen beim Hund nach und erklären, was dahinterstecken kann.

Ein niesender Hund ist etwas Alltägliches, völlig normal und ausgesprochen herzig anzusehen! Doch warum niesen Hunde eigentlich, und was bedeutet das?

Beim Hund deutet Niesen in der Regel nicht auf eine Erkältung hin, anders als beim Menschen. Hunde niesen aus ganz unterschiedlichen Gründen. Dahinter kann etwas Harmloses stecken, etwa eine Reaktion auf Staub, ebenso aber eine ernstere Ursache. Möglich ist auch ein «Spielniesen». Entscheidend sind die Häufigkeit des Niesens und die Farbe des Nasenausflusses, sofern vorhanden.

In den meisten Fällen niest Ihr Hund als Reaktion auf einen Reizstoff in den oberen Atemwegen. Mit dem Niesen befördert er ihn wieder hinaus, genau wie wir Menschen es tun! Es gibt allerdings noch viele weitere Gründe fürs Niesen. Deshalb haben wir diesen Ratgeber zusammengestellt, der Ihnen hilft, die Ursache einzuordnen. 

In diesem Artikel

Warum niesen Hunde?

Die möglichen Ursachen fürs Niesen sind zahlreich. Dahinter kann ein Reizstoff in der Nase stecken, etwa Staub, ein Haushaltsprodukt, Parfum oder auch Pollen. Ebenso kann etwas in der Nase feststecken, zum Beispiel Erde vom Graben!

Niest Ihr Hund häufig, reagiert er möglicherweise auf etwas in der Luft. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie in seiner Nähe Sprays verwenden, denn das kann die Nase reizen. Jagdhunde und Hunde, die im Unterholz herumschnüffeln, holen sich ausserdem allerlei ungewöhnliche Dinge in die Nase, etwa Zweigstücke oder Blattreste. Wenn Ihr Hund gern mit der Nase voran durchs Gebüsch pflügt, behalten Sie das im Auge.

Meist gelingt es dem Hund, den Fremdkörper durch Niesen selbst wieder loszuwerden. Blutet die Nase jedoch oder reibt er sich immer wieder die Schnauze und niest dabei, gehen Sie zum Tierarzt. Möglicherweise muss der Fremdkörper entfernt werden. 

In warmen Regionen ziehen sich Hunde schliesslich sehr oft Grannen in die Nase, wenn sie auf Feldern herumschnüffeln. Durch ihre Form können diese Grassamen immer weiter in die Nase hineinwandern (oder ins Ohr und so weiter). Waren Sie also in einem Gebiet mit vielen Grannen unterwegs und niest Ihr Hund danach, womöglich mit Blut, sprechen Sie es beim Tierarzt an. Diese Information hilft ihm weiter. 

Warum niesen Hunde beim Spielen?

Viele Hundehalter beobachten, dass ihr Hund beim Spielen oder in aufgeregten Momenten häufig niest. Man spricht dann vom «Spielniesen», einem völlig normalen und harmlosen Verhalten. Es heisst schlicht, dass Ihr Hund gerade riesigen Spass hat!

Mit dem Niesen beim Spielen signalisieren Hunde, dass ihr Verhalten nur Spiel ist und sie sich wohlfühlen. Besonders verbreitet ist es bei kleinen Rassen, viele andere Hunde zeigen es aber ebenso. Niest Ihr Hund, während Sie zusammen spielen, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge.

Können Hunde eine Naseninfektion bekommen?

Meist ist das Niesen eine einmalige Reaktion auf etwas in der Luft oder eben ein Spielniesen. Niest Ihr Hund jedoch regelmässig, kann eine Naseninfektion dahinterstecken. Hunde mit einer Infektion der oberen Atemwege husten in der Regel eher, als dass sie niesen. Halten die Symptome an, lohnt sich der Gang zum Tierarzt trotzdem.

Die Aspergillose ist eine häufige Naseninfektion und entsteht durch das Einatmen eines Schimmelpilzes (Aspergillus) aus Staub, Heu oder Grashalmen. Zu den Symptomen zählen Niesen, Schmerzen in der Nase, Nasenbluten, Nasenausfluss und eine sichtbare Schwellung. Zeigt Ihr Hund eines dieser Anzeichen, bringen Sie ihn möglichst rasch zum Tierarzt.

In seltenen Fällen können auch Nasenmilben hinter anhaltendem Niesen stecken. Diese winzigen Parasiten setzen sich in den Nasengängen fest und werden meist beim Graben mit der Nase in der Erde aufgenommen. Nasenmilben reizen die Nase erheblich und können Nasenbluten sowie starken Nasenausfluss auslösen. Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund betroffen ist, lassen Sie ihn beim Tierarzt untersuchen. 

6 weitere mögliche Gründe fürs Niesen: 

  1. Ein entzündeter Zahn. Die Wurzeln des dritten oberen Prämolaren liegen sehr nahe an den Nasengängen. Ist dieser Zahn oder einer daneben entzündet, kann das Ihren Hund zum Niesen bringen.
  2. Tumore. Sehr selten kann anhaltendes Niesen beim Hund auf etwas Ernstes hindeuten, etwa auf einen Tumor. Passivrauchen ist die Hauptursache für Tumore in den Nasengängen von Hunden, und bei langnasigen Rassen treten sie häufiger auf. Wenn Sie den Eindruck haben, dass es Ihrem Hund nicht gut geht, lassen Sie ihn beim Tierarzt abklären.
  3. Eine brachyzephale Kopfform. Brachyzephale Rassen wie Boston Terrier, Bulldogge und Mops haben verengte Nasengänge und niesen deshalb deutlich häufiger als andere Hunde.
  4. Eine Reizung durch Nasenmedikamente. Hunde können auf bestimmte Medikamente wie Nasensprays oder auf andere in die Nase eingebrachte Substanzen mit Niesen reagieren.
  5. Grunderkrankungen. Seltener kann hinter dem Niesen auch ein grundlegendes Gesundheitsproblem stecken, etwa ein Nasentumor, eine Nebenhöhlenentzündung oder ein Fremdkörper in der Nase wie eine Granne. Ebenso kann Niesen auf eine allergische Erkrankung hinweisen.
  6. Entzündliche Prozesse. Eine Entzündung im Körper kann beim Hund Niesen auslösen. Erkrankungen wie eine Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis) oder eine Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) betreffen die Nasengänge direkt. Sie führen meist zu Niesen, Husten oder Nasenausfluss und können durch alle oben genannten Ursachen entstehen. 

Wann ist ein Niesen gar kein Niesen?

Nicht jedes Niesen ist beim Hund wirklich ein Niesen. Manchmal schnaubt Ihr Hund, was bei einem gesunden Tier meist auf eine Verlegung der oberen Atemwege hindeutet. Lassen Sie das beim Tierarzt abklären. Dieses Geräusch tritt auch häufig auf, wenn der Hund übergewichtig ist, denn das zusätzliche Gewicht kann ihm das Atmen erschweren.

Möglich ist auch ein Rückwärtsniesen. Es tritt vor allem bei kleinen Hunden und bei brachyzephalen Rassen auf. Dabei zieht der Hund die Luft schnell und geräuschvoll durch die Nase ein, was ein plötzliches, lautes Geräusch ähnlich einem Hupen erzeugt. Manche Hundehalter finden sogar, es klinge, als würde ihr Hund lachen. Kurz davor stellt er sich meist mit abgespreizten Ellbogen hin und streckt den Kopf nach vorne oder nach hinten. Ein Rückwärtsniesen muss nur selten behandelt werden, und wenn Ihr Hund dazu neigt, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge.

Seit dem Auftreten des Coronavirus fragen sich viele Hundehalter, wie sie in dieser unsicheren Zeit am besten für ihren Hund sorgen. Hier beantworten wir die häufigsten Fragen zum Thema Coronavirus und Haustiere.