Die Neugier und der grosse Appetit Ihres Hundes bringen Sie vermutlich oft ins Grübeln, ob er wohl gerne von Ihrem Teller kosten würde. Vielleicht setzt er sogar seinen unwiderstehlichen Dackelblick auf und bettelt um einen Bissen. Als verantwortungsbewusste Hundehalter können wir aber nicht einfach nachgeben und ihn alles probieren lassen, was bei uns in der Küche steht. Nehmen wir die Crevetten, auch Garnelen genannt. Sie duften verlockend und schmecken hervorragend, doch sind sie für unsere Vierbeiner wirklich unbedenklich? Dürfen Hunde Crevetten fressen?
Die Ernährungsbedürfnisse eines Hundes unterscheiden sich von unseren. Deshalb ist es entscheidend, dass er alle Nährstoffe und Vitamine erhält, die er braucht. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, ob Crevetten für Ihren Vierbeiner eine gute Wahl sind.
Dürfen Hunde Crevetten fressen?
Crevetten sind für Hunde tatsächlich unbedenklich. Sie sind gut verdaulich, nährstoffreich und bringen einige Vorteile mit sich. Wenn Ihr Hund vom Duft angelockt wird, dürfen Sie ihm also ohne Bedenken einen Bissen anbieten, sofern die Crevetten gekocht sind. Auf die Zubereitung kommt es allerdings an, denn nicht jede Crevette eignet sich für Hunde. Empfehlenswert sind ausschliesslich gekochte, ungewürzte und vollständig geschälte Crevetten, denn die Schale bleibt auch nach dem Kochen schwer verdaulich.
Die Vorteile von Crevetten für Hunde
Crevetten sind nicht nur ein schmackhaftes Leckerli für Ihren Hund, sondern haben auch einiges zu bieten. So können sie seine Gesundheit unterstützen:
- Fettarm und reich an Proteinen sowie an Omega 3, 6 und 9
- Leicht verdaulich und nährstoffreich
- Unterstützen den Erhalt der Muskulatur und die Gelenkgesundheit
- Wirken antioxidativ
- Können das Nervensystem stärken
- Fördern die Bildung roter Blutkörperchen
Dürfen Hunde rohe Crevetten fressen?
Nein, rohe Crevetten sollte Ihr Hund nicht fressen. Roher Fisch und rohe Meeresfrüchte können Parasiten enthalten, die sich nur durch Erhitzen oder längeres Einfrieren abtöten lassen. Wenn Sie Ihrem Hund Crevetten geben möchten, garen Sie sie immer gründlich, in der Pfanne oder kurz blanchiert in kochendem Wasser.
So verfüttern Sie Crevetten sicher an Ihren Hund
Auch wenn Crevetten das Futter Ihres Hundes bereichern können, führen Sie sie schrittweise und in kleinen Mengen ein. Manche Hunde mögen sie nicht. Testen Sie deshalb zuerst, ob Ihrer überhaupt Gefallen daran findet.
Die tägliche Ernährung Ihres Hundes ersetzen Crevetten allerdings nicht, denn sie enthalten nicht alle Nährstoffe, die ein Alleinfuttermittel liefert. Geben Sie sie deshalb nur gelegentlich und in kleinen Portionen. So bereiten Sie sie zu:
- Entfernen Sie zuallererst die Schale, denn sie kann die Verdauung beeinträchtigen und eine Erstickungsgefahr darstellen.
- Garen Sie die Crevetten in kochendem Wasser oder in der Pfanne, ohne Aromen, Gewürze oder Butter. Greifen Sie stattdessen zu Mandelmus oder Kokosöl.
- Verzichten Sie auch auf Salz, denn Crevetten können recht viel Natrium enthalten.
- Richten Sie die Portion nach der Grösse Ihres Hundes. Ein grosser Hund verträgt problemlos eine ganze Crevette, kleinere Hunde und Welpen bekommen sie besser mundgerecht zerteilt.
- Entscheidend bleibt das richtige Mass. Bieten Sie Crevetten nur als Ergänzung zum Futter an, ähnlich wie ein Leckerli.
Wie die meisten Meeresfrüchte dürfen Crevetten bedenkenlos an Ihren Vierbeiner verfüttert werden. Prüfen Sie aber immer, wie sie zubereitet sein müssen und welche Menge angemessen ist. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, er berät Sie gerne.