Sollte ich meine Katze nicht aus dem Haus lassen?

Einführung
In Europa haben die meisten Hauskatzen Freigang und werden zu Hause gefüttert und versorgt. In Grossbritannien sind etwa 10 % der Katzen reine Wohnungskatzen, in den USA sind es einige mehr und es werden immer mehr.

Vorteile von Wohnungskatzen
Vor der Erfindung der Katzenstreu in den 50er Jahren hatten Katzenhalter keine Wahl: Sie mussten die Katze nach draussen lassen. Statistisch gesehen leben Wohnungskatzen deutlich länger als Katzen mit Freigang. Wohnungskatzen sind in verschiedener Weise einem geringeren Risiko ausgesetzt:

Diebstahl - immer häufiger werden Zuchtkatzen mit Stammbaum als Haustiere gehalten und fallen Dieben zum Opfer.
Verirren - Katzen mit Freigang verirren sich manchmal in Garagen, Schuppen oder sogar Kofferräumen von Autos und kommen nicht mehr nach Hause.
Strassenunfälle - in Grossbritannien wird fast jede vierte Hauskatze überfahren. Jungtiere sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Haben sie das erste Jahr überstanden und gelernt, mit den Gefahren des Strassenverkehrs umzugehen, kann man von einer normalen Lebenserwartung ausgehen.
Raubtiere - Wohnungskatzen leben geschützt vor Füchsen und anderen Raubtieren.
Raufereien - wenn sie mit den Mitbewohnern nicht in Konflikt geraten, leben Wohnungskatzen verschont von Raufereien.
Vergiftung - Katzen mit Freigang fressen möglicherweise versehentlich Frostschutzmittel oder Rattengift, allerdings geschieht das nur äusserst selten.
Infektionskrankheiten - viele Infektionskrankheiten werden ausschliesslich im engen Kontakt zwischen Katzen übertragen. Wohnungskatzen sind auch davor geschützt. Allerdings können gewisse Keime oder sogar Parasiten an Schuhen oder Kleidern ins Haus geschleppt werden.

Manche ältere Katzen schätzen Komfort und Sicherheit eines Lebens ohne Freigang.

Katzen mit Freigang
Auch der Freigang hat seine Vorteile für das Leben einer Katze. An erster Stelle stehen hier psychische Verfassung und allgemeines Befinden Ihrer Katze. Katzen sind von Natur aus auf die Jagd und Revierverteidigung ausgerichtet. Mit höchstentwickeltem Geruchs-, Gehör- und Tastsinn sowie spezialisierter Sehkraft belauern und jagen sie ihre Beute. Wenn Sie Ihre Katze nach draussen lassen, kann sie ihr arttypisches Verhalten besser ausleben. Vermutlich werden Katzen mit Freigang deswegen weniger verhaltensauffällig und sind psychisch gesünder. Katzen mit Freigang bekommen auch mehr Bewegung und leiden weniger oft an Übergewicht und damit einhergehenden Gesundheitsproblemen.

Schlafverhalten von Katzen
Katzen schlafen durchschnittlich 15 Stunden pro Tag (und bei einigen sind es sogar bis zu 20!). Sie sind nachtaktive Jäger und schlafen tagsüber. Da ihre Beutetiere in der Morgen- und Abenddämmerung besonders aktiv sind, sind dies auch die aktivsten Zeiten der Katze. Die Katze döst die meiste Zeit und schläft nur in kurzen Episoden wirklich tief. Als Raubtier muss sie nämlich jederzeit aufspringen können. Egal, ob Ihre Katze Freigang hat oder nicht: Sie braucht in jedem Fall einen sicheren und bequemen Platz zum Schlafen und Verstecken.

Kann meine Katze krank werden?
Auch wenn Wohnungskatzen besser vor Infektionskrankheiten und Parasiten geschützt sind, sollten sie regelmässig geimpft und präventiv entwurmt werden, damit sie gesund bleiben. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach den individuellen Bedürfnissen Ihrer Katze.

Egal, ob Ihre Katze sich draussen aufhalten darf oder nicht: Das Wichtigste ist ein hoher Pflegestandard. Stellen Sie mit Vorsorge und guter Ernährung eine gesunde physische Verfassung sicher und sorgen Sie mit Spielzeug und menschlichem Kontakt für ein stimulierendes Umfeld für das psychische Wohlbefinden der Katze.

WARUM IST KATZENTOILETTEN-HYGIENE SO WICHTIG?

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