Mythen und falsche Vorstellungen rund um Katzenschnupfen

Katzenschnupfen ist eine häufige, aber leicht zu verhindernde Krankheit. Dieser Artikel befasst sich mit einigen Mythen und falschen Vorstellungen rund um die Krankheit und gibt Ratschläge dazu, wie Sie Katzenschnupfen verhindern und Ihre Katze fit und gesund halten können.

1. Katzenschnupfen wird durch den Grippevirus ausgelöst

FALSCH: „Katzenschnupfen“ ist die geläufige Bezeichnung für eine virale Infektion der oberen Atemwege der Katze. Die häufigsten Auslöser für den Katzenschnupfen sind das feline Herpesvirus-1 (FHV-1) und das feline Calicivirus (FCV). Die Krankheit unterscheidet sich deutlich zur Grippe bei Menschen. Während es potenziell Hunderte von Viren gibt, die beim Menschen zu einer Erkältung führen können, wird die Grippe bei Menschen ausschliesslich durch Grippevieren (Typ A, B oder C) ausgelöst.

2. Katzen können sich durch Impfen mit Katzenschnupfen infizieren

FALSCH: Die Impfung gegen Katzenschnupfen wird jährlich verabreicht, um die Katze gegen zwei Viren zu schützen, die zu dieser Krankheit führen. Die Impfung enthält entweder abgestorbene oder veränderte lebende Viren, die keine Ansteckung bewirken können.

3. Katzen können den Katzenschnupfenvirus weitergeben, bevor sie selbst krank werden

RICHTIG: Infizierte Katzen geben den Virus über Speichel, Tränen, Nasensekrete sowie über Urin und Stuhl weiter, bevor sie erste Anzeichen einer Erkrankung zeigen. Einige gesunde Katzen tragen den Virus ebenfalls in sich. Die Träger des Virus leiden selbst nicht unter der Krankheit, scheiden jedoch Virenpartikel aus, die andere Katzen infizieren können. Katzenschnupfen ist für andere Katzen hochgradig ansteckend.

4. Katzen müssen sich in direkter Nähe zu anderen Katzen befinden, um sich mit Katzenschnupfen zu infizieren

FALSCH: Die Katzenschnupfen auslösenden Viren können in den meisten Umgebungen länger als eine Woche überleben. Die Katze muss deshalb gar nicht in Kontakt mit einer anderen Katze kommen, um sich anzustecken. Die Krankheit kann leicht über eine infizierte Schlafstelle, über den Wasser- oder Futternapf, über Kratzbäume, Katzentoiletten oder sogar über Kleidung oder Hände übertragen werden. Eine gute Hygiene ist entscheidend, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

5. Nur sehr junge und alte Katzen müssen gegen Katzenschnupfen geimpft werden

FALSCH: Katzen jeden Alters können an Katzenschnupfen erkranken. Deshalb muss zur Vorbeugung der Krankheit jede Katze geimpft werden. Katzenschnupfen ist für erwachsene Katzen normalerweise nicht lebensgefährdend, auch wenn sie sehr schwer daran erkranken können. Für sehr junge und alte Katzen sowie Katzen mit einem geschwächten Immunsystem kann Katzenschnupfen jedoch tödlich sein. Neugeborene Katzen werden am Anfang über die Mutter immunisiert. Später lässt dieser Effekt jedoch nach und sie werden anfälliger für Infektionen. Am Anfang sind zwei Impfdosen erforderlich, gefolgt von regemässigen Nachimpfungen.

6. Antibiotika sind das beste Mittel gegen Katzenschnupfen

FALSCH: Antibiotika sind nicht wirksam gegen virale Infektionen und können daher auch nicht gegen das Virus eingesetzt werden, das den Katzenschnupfen auslöst. Und da es keine handelsüblichen Medikamente gegen Viren gibt, wird Katzenschnupfen hauptsächlich symptomatisch behandelt, damit sich die Katze weiterhin wohlfühlt und frisst. In einigen Fällen können Antibiotika genau wie bei der Grippe bei Menschen nützlich sein, denn wenn das Virus das Naseninnere erst einmal geschädigt hat, kann es zu Sekundärinfektionen durch Bakterien kommen, die ihrerseits Komplikationen verursachen.

7. Menschen und Katzen können sich gegenseitig mit Grippe anstecken

RICHTIG UND FALSCH Die Viren, die zu Katzenschnupfen führen, können Menschen nicht infizieren. Sie können sich nicht mit Katzenschnupfen infizieren. Dagegen könnte sich Ihre Katze über Sie mit gewissen Formen der Grippe anstecken. Einigen wenigen Berichten zufolge werden bestimmte Grippeviren (z. B. H1N1 – die „Schweinegrippe“ oder „Schweineinfluenza“) von Menschen auf ihre Katzen übertragen. Beste Mittel gegen eine Übertragung sind eine gute Körperhygiene und regelmässiges Händewaschen.

8. Katzenschnupfen ist nichts Ernstes, sondern wie eine Erkältung beim Menschen

FALSCH: Viele Katzen mit Katzenschnupfen zeigen dieselben Symptome wie Menschen mit einer schweren Erkältung. Dazu gehören eine laufende Nase und tränende Augen, Niesen, Bindehautentzündung und Mundgeschwüre. Die Folgen einer Infektion (wie Symptome einer Katzenkrankheit) können jedoch weit besorgniserregender sein und reichen von Sekundärinfektionen durch Bakterien (Lungenentzündung oder Rhinitis) bis hin zum Tod (besonders bei sehr jungen und alten Katzen sowie Katzen mit Immunschwäche). Erkältungen bei Katzen sind ein anderes Phänomen und sollten am besten mit dem Tierarzt besprochen werden. Die meisten Katzen, die mit einem der beiden Viren infiziert wurden, werden zu chronischen Trägern und übertragen die Erreger auch später noch auf andere Katzen. Lassen Sie Ihre Katze regelmässig impfen, um einer Erkrankung vorzubeugen.

FIV (KATZEN-AIDS): DIE FAKTEN

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