Katzenräude: die Fakten

Katzenräude ist ein Befall der Haut durch Parasiten, genauer gesagt Milben (Sarcoptes oder Notoedres). Sie tritt bei Katzen nur selten auf, aber bei einem Befall kommt es zu einer schweren Irritation sowie Pruritus (Juckreiz). Oft sind die Ohren besonders betroffen.

Bei Verdacht auf Katzenräude sollten Sie einen Termin beim Tierarzt vereinbaren. Ein Milbenbefall kann mittels Hautproben ermittelt und mit Medikamenten wirksam behandelt werden.

Krätze

Krätze oder Sarkoptesräude, der Befall durch Sarkoptes-Milben, ist eine von sehr starkem Juckreiz begleitete Hauterkrankung. Tritt sie bei Katzen auf, so ist es sehr wahrscheinlich, dass eine Grunderkrankung vorliegt, durch die das Immunsystem bereits geschwächt ist.

Die Milben, die Krätze verursachen, können auch Hunde und Menschen befallen. Die Erkrankung ist höchst ansteckend und wird vor allem im engen Kontakt aber auch durch Fellpflegeartikel übertragen. Katzen können sich auch in Tierheimen oder Zwingern damit anstecken.

Die Hautveränderungen verlaufen nicht unbedingt parallel zur Schwere des Befalls, da eine allergische Reaktion auf den Parasiten ebenfalls zu Hautläsionen führen kann.

Sie sollten jedenfalls hellhörig werden, wenn Ihre Katze folgende Anzeichen aufweist: (i) rasch eintretender, schwerer Juckreiz, (ii) Hautläsionen im ventralen Brustbereich, am Ellbogen, Sprunggelenk und an der Öffnung des Gehörgangs und wenn dazu (iii) die Möglichkeit zum Kontakt mit anderen befallenen Tieren, insbesondere Füchsen oder Hunden, bestand.

Sind keine Sarkoptes-Milben vorzufinden, so schliesst dies eine Krätzediagnose nicht aus. Ihr Tierarzt wird in jedem Fall die wirkungsvollste Behandlung verschreiben. Da immer wieder resistente Stämme von Milben auftauchen, verwendet Ihr Tierarzt möglicherweise ein spezifisches Antiparasitikum, das die gewünschte Wirkung bei einer Katze in einer anderen Region nicht zeigt.

Kopfräude

Die Kopfräude oder feline Scabiose ist eine eher seltene Erkrankung bei Katzen. Wie bei der Krätze tritt starker Juckreiz auf, der jedoch von anderen Milben, Notoedres cati, verursacht wird.

Die Erkrankung ist höchst ansteckend und wird vor allem im direkten Kontakt übertragen, da die Milbe ohne den Wirt (die Katze) nur wenige Tage überlebensfähig ist.

Kopfräude kann bei sehr jungen sowie erwachsenen Tieren auftreten.

Die durch die starke Reizung und den Juckreiz verursachten Hautläsionen sind normalerweise zunächst am Ohrrand festzustellen, breiten sich jedoch rasch auch auf Gesicht und Hals aus. Gelegentlich sind auch an den Füssen und zwischen den Beinen Läsionen zu sehen.

Anders als bei Hunden finden sich bei von Scabiose befallenen Katzen in durch den Tierarzt am Ohr vorgenommenen Schabproben leicht Milben in grosser Zahl.

Ihr Tierarzt wird am ehesten eine Differentialdiagnose durchführen können, um sicherzugehen, dass die Läsionen wirklich durch Milben verursacht werden und nicht etwa eine Futterunverträglichkeit, Ohrinfektion, Kontaktallergie, eine Kampfwunde oder andere Parasiten dafür verantwortlich sind.

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