Gesundheit und Wohlbefinden

Zahnpflege

Zahnpflege

Zahn- und Zahnfleischprobleme treten bei acht von zehn Katzen ab 3 Jahren auf, so dass Sie mit gutem Grund bereits früh bei Ihrer Katze mit dem Zähneputzen beginnen und dies zur Gewohnheit machen sollten. Bei Katzen setzt sich Plaque (Futterreste und Bakterien) häufig an der Zahnaussenseite ab, nicht jedoch an der Innenseite. Diese Ablagerungen verhärten sich zu Zahnstein, rufen Irritationen des Zahnfleischs und Gingivitis sowie Zahnausfall hervor. Die Bakterien können sogar in den Blutkreislauf gelangen und die Nieren sowie andere Organe zerstören.

Gefährliche Signale

Zu den klinischen Anzeichen einer fortgeschrittenen Zahnfleischerkrankung zählen Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch, gelbbräunlicher Zahnstein sowie Ausflüsse. Bei Gingivitis in schwerer Form können Katzen beim Fressen Futterstücke aus dem Maul fallen lassen und Körpergewicht verlieren, weil sie nicht mehr beschwerdefrei fressen können. Sollte es soweit kommen, kann Ihr Tierarzt Ihnen vielleicht eine Fachtierarztpraxis für Zahnpflege empfehlen, um lockere Zähne zu ziehen und die bestehenden Zähne per Ultraschall von Belägen zu befreien – dieses Verfahren erlaubt eine sanfte Befreiung von Plaque und Zahnstein, ohne die Zahnoberfläche zu beschädigen.

Bürsten

Bringen Sie Ihrer Katze bei, tägliches Zähnebürsten (oder Abreiben) zu akzeptieren. Von Ihrem Tierarzt können Sie eine weiche Bürste (eine Baby-Zahnbürste ist ideal geeignet) oder einen gummierten Fingeraufsatz (alternativ können Sie einen um den Finger gewickelten Gazestreifen verwenden) erhalten. Ebenfalls gibt es speziell für Haustiere entwickelte Zahnpasta in Geschmacksrichtungen wie Malz oder Huhn, die Ihrer Katze schmecken werden. Verwenden Sie niemals für Menschen vorgesehene Zahnpasta!

  • Waschen Sie sich die Hände und ziehen Sie das Zahnfleisch Ihrer Katze zurück.
  • Setzen Sie die Borsten im 45-Grad-Winkel an den Zähnen an – somit werden sowohl die Zahnoberflächen als auch ein kleiner Übergangsbereich zum Zahnfleisch gepflegt.
  • Gehen Sie auf den äusseren Oberflächen in kleinen kreisförmigen Bewegungen vor.
  • Beginnen Sie langsam und beenden Sie die Prozedur mit einem positiven Abschluss – seien Sie beharrlich, aber sanft.

Wenn Ihre Katze noch sehr jung ist, sollten Sie nicht versuchen, die Milchzähne zu bürsten. Dennoch sollten Sie Ihrem Katzenwelpen, ab einem sehr jungen Alter, bei der Gewöhnung an das Berühren seiner Zähne, als Vorbereitung zur später einsetzenden Zahnpflege helfen.

Zahnpflegeprodukte

Sollte sich Ihre Katze gegen das Anfassen ihres Mauls sträuben, können Sie auf erhältliche Gels für die Mundhygiene zurückgreifen. Diese enthalten Enzyme, welche die für die Plaquebildung verantwortlichen Bakterien bekämpfen. Diese Gels können Sie Ihrer Katze direkt oder über Beimischung in ihre Nahrung geben. Daneben sind Kauprodukte sowie spezielles Trockenfutter mit Faserzusätzen erhältlich, die beim Kauen eine bürstende Wirkung ausüben.

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1 Frau, 2 Hunde, 700 km

Rachel wird in totaler Autonomie mit ihren 2 Hunden den längsten Europäischen Wanderweg im Polarkreis zurücklegen.

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