Das Zusammenleben

Das Treffen mit der Familie

Das Treffen mit der Familie

Zusammenführung Ihres Kätzchens mit der Familie

Wenn es dann soweit ist und Sie das Kätzchen mit nach Hause nehmen, bringen Sie den Neuankömmling in seinen/ihren „sicheren Raum“, wo er/sie sich akklimatisieren kann. Füllen Sie die Katzenklos der Kätzchen mit Streu, das Sie vom Züchter mitgebracht haben und lassen Sie die Kätzchen ihre Umgebung mit ihrem Geruchssinn untersuchen und ihr Bettchen finden. Nachdem die Kätzchen alles haarklein inspiziert haben, schmusen Sie mit ihnen und wägen ab, ob sich die Kätzchen ausruhen müssen. Kätzchen benötigen viel Schlaf und all die Aufregung von der Fahrt mit dem Auto und der neuen Umgebung macht sie müde. Trotzen Sie also der Verlockung, sofort mit den Kätzchen zu spielen. Wenn für die Kätzchen wieder die Fütterungszeit ansteht, sollten Sie ihnen etwas anbieten. Wundern Sie sich aber nicht, wenn die Kätzchen nichts essen – das ist normal, wenn Katzen unter Stress stehen.

Wenn sich die Kätzchen ausgeruht und mit ihrem Zimmer angefreundet haben, sind sie soweit, ihre neue menschliche Familie kennen zu lernen. Alle sollten dabei auf dem Boden sitzen und die Kätzchen nur dann berühren, wenn sich diese von selbst nähern. Es sollte nicht nach den Kätzchen gegriffen und zudem möglichst wenig geredet werden. Wenn sich ein Kätzchen versteckt, versuchen Sie es mit einem Spielzeug oder einem Leckerbissen hervorzulocken – reden Sie dem Kätzchen gut zu, zwingen Sie es aber nicht zur Geselligkeit.

  • Zeigen Sie jungen Kindern, wie die Katze sanft gestreichelt wird. Kleinkinder machen meist tätschelnde Bewegungen, die schmerzvoll sein können.
  • Bringen Sie Kindern auch bei, welche Stellen sie streicheln können – an der Kopfoberseite und am Rücken entlang. Auch wenn das Bäuchlein eines sich am Boden rollenden oder spielenden Kätzchens unwiderstehlich erscheint, sind die meisten in diesem Bereich ziemlich empfindlich und können mit ihren Pfoten schlagen.
  • Das Katzenklo ist kein Sandkasten – lassen Sie kleine Kinder also niemals darin spielen!
  • Beim Fressen, Toilettengang oder Schlafen sollte Ihr Kätzchen stets in Ruhe gelassen werden.
    Niemals sollte am Schwanz von Katzen gezogen werden.
  • Nach direktem Kontakt mit dem Kätzchen oder dem Katzenklo sind die Hände zu waschen.Meeting other cats

Bekanntschaft mit anderen Katzen machen

Die meisten Katzen akzeptieren einen Neuling irgendwann doch, auch wenn dies stark von der Persönlichkeit der entsprechenden Katzen abhängt. Gönnen Sie Ihrem Kätzchen ein paar Tage Eingewöhnungszeit, ehe Sie es den anderen Tieren vorstellen.

Gehen Sie auf Nummer sicher und verwenden Sie ein kleines Innengehege oder einen Transportbehälter, um Ihren Neuankömmling vor der Überreaktion des überraschten alteingesessenen Territoriuminhabers zu schützen. Sie können durchaus mit einigem Aufplustern, Imponiergehabe, Ignoranz und argwöhnischer Beäugung rechnen. Wenn die bereits im Haushalt vorhandenen Katzen begreifen, dass der Neuankömmling dauerhaft bleiben wird, finden sie sich in aller Regel damit ab.

  • Setzen Sie Ihr neues Kätzchen in einen Haustier-Transportbehälter und stellen Sie diesen in einem ausgewählten sicheren Zimmer auf dem Boden ab.
  • Laden Sie die ältere Katze ins Zimmer ein. Beide Katzen können sich durch die Öffnungen des Behälters gegenseitig unbeschadet begutachten.
  • Streicheln Sie Ihre ältere Katze, um diese zu beruhigen und ihr zu zeigen, dass keine Bevorzugung vorliegt (auch wenn die meisten Katzen wahrscheinlich im ersten Augenblick zu sehr mit dem Kätzchen beschäftigt sind, um sich darüber aufzuregen, nicht beachtet zu werden).
  • Machen Sie sich keine Sorgen, wenn die Katzen fauchen oder einen Katzenbuckel machen sollten – das ist normal. Versuchen Sie die ältere Katze wegzulocken. Mit der Zeit sollten die Katzen weniger Gehabe an den Tag legen. Lassen Sie die ältere Katze nach ein paar Minuten das Zimmer verlassen.
  • Sobald die Begegnungen zunehmend glatt verlaufen, wechseln Sie die Positionen und bringen das Kätzchen zum Besuch der älteren Katze mit. Loben Sie beide Katzen, wenn diese artig zueinander waren und geben Sie jeder Katze einen Leckerbissen.
  • Halten Sie die nächste Zusammenkunft in einem anderen Raum ab. Wählen Sie jedes Mal ein neues Zimmer des Hauses, damit sich so auch der Geruch des Kätzchens verbreitet. Versuchen Sie dabei jedes Mal, die einander vorgestellten Tiere abzuwechseln.
  • Wiederholen Sie häufig kurze Kontakte, bis jede der Katzen darauf deutlich weniger reagiert.
  • Mit der Zeit werden die Katzen auf diese Begegnungen relativ gelangweilt reagieren und sich an das Aussehen und den Geruch der jeweils anderen Katze gewöhnt haben. Sobald diese Begegnungen für die Katzen nicht mehr von Interesse zu sein scheinen, verschieben Sie die Zeit, in der die Katzen ihre Mahlzeit erhalten, um eine Stunde, damit beide Katzen hungrig sind, und füttern Sie sie im selben Zimmer. Die Futternäpfe stellen Sie in einiger Entfernung voneinander auf.
  • Gewöhnlich werden sich die Katzen vorsichtig verhalten, bis das Kätzchen mutiger wird und eine bestimmte Grenze überschreitet. Der neue Mitbewohner kassiert vielleicht von der älteren Katze einen Schlag und zeigt dann mehr Respekt, bis ihn die andere Katze erneut zurechtweisen will – bis dann sollte sich die Interaktion der Katzen aber bereits zu einem Spielen entwickelt haben.
  • Im Handumdrehen werden die Katzen ihr eigenes Leben weiterführen, aber mit einer Besonderheit: Die Katzen werden entweder lernen, wie sie einander ignorieren, oder werden die dicksten Freunde, die sich zum Schläfchen nebeneinander einrollen oder sich regelmässig Körperpflege erweisen.

Der Geruch von Erfolg

Tiere erkennen einander am Geruch. Wenn Sie ein Kätzchen einer Katze oder einem Hund vorstellen, sollten Sie versuchen, die Gerüche der Tiere miteinander zu vermischen. Streicheln Sie erst ein Tier und dann ein anderes, wodurch der Geruch übertragen wird, und tauschen Sie auch die Auflage der Schlafstätte aus. Auf diese Art beginnen die Tiere, mit dem fremden Geruch angenehme Dinge zu assoziieren (wie gemütlichen Schlaf oder liebkost zu werden).

Hunde als Hausgenossen

Auch wenn ein bereits im Haushalt lebender Hund beim Anblick eines neuen Kätzchens nicht gleich in grösste Aufregung gerät, sollten Sie bei den ersten Begegnungen der Tiere dennoch grosse Sorgfalt walten lassen. Durch ausgelassenes Spielen kann sich ein Kätzchen Verletzungen zuziehen, sodass die Tiere zu gegenseitigem Respekt anzuhalten sind.

  • Setzen Sie das Kätzchen in einen Haustier-Transportkorb, nehmen Sie Ihren Hund an die Leine und lassen Sie ihn den Neuankömmling begutachten. Sollte der Hund hierbei zu aufgeregt oder stürmisch vorgehen, auf den Transportkorb springen wollen oder anfangen zu bellen, müssen Sie weiterhin ruhig bleiben. Versuchen Sie, den Hund abzulenken. Fordern Sie Ihren Hund in ruhigem Ton zum Sitzen auf. Loben Sie ihn und belohnen Sie ihn mit einem Leckerbissen, wenn er sich abgesetzt hat.
  • Wiederholen Sie diese Vorgehensweise über mehrere Tage, wobei Sie den Transportkorb an verschiedenen Stellen im ganzen Haus abstellen, bis die Tiere einander nur noch wenig Aufmerksamkeit schenken. Vergessen Sie nicht, Ihren Hund für ein ruhiges Verhalten in der Nähe des Kätzchens zu belohnen.
  • Es ist an der Zeit, die Tiere auch ohne Transportkorb aneinander zu gewöhnen. Wählen Sie hierfür einen Raum, der eine nach oben führende Fluchtmöglichkeit bietet (z. B. einen hohen Katzenbaum oder eine hohe Fensterbank), so dass sich das Kätzchen der Reichweite des Hundes entziehen kann. Sorgen Sie für geschlossene Türen.
  • Bitten Sie jemanden, sich hinzusetzen und den Hund an der Leine zu halten, ehe Sie das Kätzchen hereinbringen. Es ist wichtig, dass das Kätzchen nicht wegläuft, weil dies das Interesse des Hundes weckt, sich an einem aufregenden Verfolgungsspiel zu beteiligen. Daher sollten die Türen geschlossen und der Hund angeleint sein.
  • Halten Sie die Kontakte kurz und angenehm. Über mehrere Begegnungen hinweg werden die Tiere sich vermutlich irgendwann ignorieren. Im Verlauf jeder Begegnung sollten Sie Ihrem Hund gut zusprechen und ruhiges Verhalten belohnen. Wenn Ihr Hund Ihnen zu aufgeregt erscheint, führen Sie ihn aus dem Zimmer und warten, bis er sich wieder beruhigt hat, ehe Sie den Vorgang wiederholen. Belohnen Sie den Hund immer durch gemässigtes Loben und mit kleinen Leckerbissen.
  • Das Kätzchen entwickelt vielleicht etwas Mut und wendet sich dem Hund zu, um ihn etwas näher kennen zu lernen. Bleiben Sie ruhig und straffen Sie die Leine nicht gleich, da Ihr Hund sonst Aufregung oder Spannung aufbauen könnte. Halten Sie die Leine einfach weiterhin, was für ausreichend Kontrolle sorgen sollte. Wenn Ihr Hund sich zu weit vorwagen sollte, wird ihm ein kleiner Schlag vom Kätzchen zeigen, dass ein respektvoller Abstand einzuhalten ist!
  • Sobald die Tiere sich durch ihre Anwesenheit gegenseitig nicht mehr belästigt fühlen, können Sie die Leine abnehmen. Stellen Sie aber in jedem Fall sicher, dass das Kätzchen sich vor dem Hund durch einen Sprung in Sicherheit bringen kann.
  • Wie gehabt, belohnen Sie Ihren Hund weiterhin für ein ruhiges Verhalten in der Nähe des Kätzchens. Geben Sie aber dem Kätzchen auch etwas, damit die Anwesenheit des jeweils anderen Tieres mit leckeren Belohnungen assoziiert wird.
  • Mit der Zeit und etwas Geduld sollte sich zwischen Hund und Katze eine Harmonie einstellen. Lassen Sie die zwei aber nie unbeaufsichtigt, solange Sie sich nicht völlig darauf verlassen können, dass die Tiere miteinander auskommen.
  • Wenn Sie sich trotz aller Bemühungen nicht darauf verlassen können, dass sich der Hund in der Nähe des Kätzchens ordentlich benimmt, halten Sie die Tiere getrennt und wenden Sich an einen professionellen Verhaltensforscher (Ihr Tierarzt sollte Ihnen eine Empfehlung geben können).

Andere Haustiere

Gehen Sie bei Vögeln, Nagetieren, kleinen Exoten usw. kein Risiko ein. Katzen sind von Natur aus Jäger, auf deren Speisekarte diese Tiere stehen und werden ihr Verhalten nach Jahrmillionen nicht einfach über Bord werfen. Es versteht sich von selbst, dass man diese Tiere und Katzen auf Distanz und kleine Haustiere in ihren Käfigen hält, wenn Ihr neues Kätzchen gerade unterwegs ist!

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1 Frau, 2 Hunde, 700 km

Rachel wird in totaler Autonomie mit ihren 2 Hunden den längsten Europäischen Wanderweg im Polarkreis zurücklegen.

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