Welpen-Leitfaden

Welpen-Leitfaden

Welpen-Leitfaden

Welpen-Leitfaden

Das erste Lebensjahr ist für Ihren Welpen in vielerlei Hinsicht sehr wichtig, Futter und Erziehung spielen eine grosse Rolle. Wählen Sie einen der Abschnitte unten aus und entdecken Sie, wie Sie das Beste aus dem wichtigen ersten Lebensjahr Ihres Welpen herausholen.

1–2 Monate

  • In dieser Phase brechen die Milchzähne Ihres Welpen durch.
  • Seine erste Wurmkur sollte er mit etwa 14 Tagen erhalten. Dabei erhält er das Mittel an drei aufeinanderfolgenden Tagen einmal täglich.
  • Sein erster Tierarztbesuch steht an! Wenn Ihr Welpe 8 Wochen alt ist, sollte er seine erste Serie von Impfungen bekommen.
  • Sorgen Sie dafür, dass er sich während des Besuchs beim Tierarzt wohlfühlt und bringen Sie seine Decke oder ein Spielzeug mit.
  • Kontrollieren Sie die Krallen Ihres Welpen und kürzen Sie sie falls nötig.
  • Heranwachsende Welpen müssen essen – und zwar viel! Etwa viermal am Tag braucht Ihr Welpe kleinere Mahlzeiten. Besonders dann, wenn er einer grösseren Rasse angehört, ist es wichtig, ihm speziell für Welpen entwickeltes Futter zu geben, um seinen immer grösseren Nährstoffbedarf zu decken.
  • Während der ersten Wochen, die Ihr Welpe in seinem neuen Zuhause verbringt, sollten Sie sich strikt an die Empfehlungen Ihres Züchters oder Tierheims halten. Umstellungen der Ernährung Ihres Welpen sollten nur schrittweise stattfinden, indem Sie ihm nach und nach das neue Futter unter seine gewohnten Mahlzeiten mischen.
  • Ganz gleich, wie flehend er Sie anschaut oder anbettelt, vermeiden Sie es, Ihrem Welpen mit fettigen Tischresten oder rohem Fleisch zu füttern. Denken Sie insbesondere daran, dass Schokolade und Zwiebeln giftig für Ihren Hund sind – auch wenn es Ihnen allen noch so gut schmeckt!
  • Für einen ganz jungen Welpen ist alles neu, aufregend und mit Spass verbunden. Allerdings müssen Sie in dieser Lebensphase vor allem eine liebevolle Verbindung zu Ihrem Haustier aufbauen. Durch Spiele wie das Apportierspiel kann Ihre Familie eine starke Beziehung zum Welpen aufbauen. Auch Ballspiele bieten viel Bewegung – für alle Mitglieder der Familie!
  • Ihr junger Welpe steckt voller Energie und freut sich auf den Kontakt mit anderen Tieren und potenziellen Spielkameraden. Halten Sie ihn trotzdem besser von allen Nicht-Mitgliedern Ihrer Familie fern, solange er noch keinen vollständigen Impfschutz hat.
  • Selbst wenn Ihr junges Haustier unbedingt die Aussenwelt entdecken möchte, ist es ratsam, ihn in den ersten Monaten im Haus zu behalten und zusammen kurze Spaziergänge mit der Familie und natürlich Toilettengänge draussen zu erledigen.
  • Wenn Ihr Welpe unbekannten Menschen oder Tieren gegenüber ein wenig schüchtern ist, geben Sie ihm jedes Mal, wenn er einen neuen Besucher kennenlernt, einen Snack.
  • Heben Sie Ihren Welpen hoch und schmiegen Sie ihn dicht an Ihren Körper, wenn Sie ihn mit neuen Menschen bekanntmachen. So lernt er, dass er jederzeit von einer liebevollen Familie unterstützt wird, die ihm Sicherheit gibt.
  • Nun haben Sie zu Hause alles vorbereitet und die Dinge besorgt, die Ihr Welpe benötigt, um sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Jetzt ist es an der Zeit, einen Namen auszuwählen! Daran kann sich die ganze Familie beteiligen. Lassen Sie sich von der sich gerade entwickelnden Persönlichkeit Ihres neuen Vierbeiners inspirieren – oder geben Sie ihm doch einfach den Namen Ihres Lieblingsschauspielers.
  • Wiederholen Sie den neuen Namen Ihres Welpen oft, wenn Sie angenehme Dinge tun – insbesondere wenn Sie ihn füttern oder mit ihm spielen. So erkennt er seine neue Identität schneller und freut sich darüber.
  • Rufen Sie niemals seinen Namen, wenn Sie verärgert sind, da junge Welpen ihren Namen mit guten Gefühlen assoziieren müssen.

3–4 Monate

  • In dieser Lebensphase sollte der Impfschutz Ihres Welpen vollständig sein.
  • Zu diesem Zeitpunkt beginnt Ihr Welpe, seine Milchzähne zu verlieren und möchte auf allem herumkauen, das ihm in die Quere kommt – vom Kinderspielzeug bis zu Ihrer Lieblingsdecke. Achten Sie darauf, auf welchen Gegenständen er am liebsten kaut und kaufen Sie ihm Kauspielzeuge mit derselben Konsistenz, um Ihre eigene Innendekoration zu schonen. Ansonsten ist nämlich nichts mehr sicher vor ihm!
  • Wie alle Youngster ist Ihr Welpe in dieser Lebensphase von allem fasziniert, aber ebenso schnell auch gelangweilt. Denken Sie daran, jeden Tag gemeinsam mit der Familie seine Lieblingsspiele zu spielen – aber bringen Sie auch ein wenig Abwechslung hinein, damit es für ihn nicht allzu vorhersehbar wird.
  • Der körperliche Kontakt mit Ihrem Welpen ist in dieser Entwicklungsphase von besonderer Wichtigkeit. Nähern Sie sich Ihrem Welpen, indem Sie bewusst Zeit mit ihm verbringen. Denken Sie auch daran, dass es unmöglich ist, einen Welpen in dieser Phase zu sehr zu liebkosen, und erinnern Sie Ihre Kinder daran, vorsichtig mit ihm zu sein.
  • Ihren Welpen an die Aussenwelt zu gewöhnen erfordert Liebe und Geduld. Führen Sie Ihren Neuzugang durch ruhige Strassen rund um Ihr Zuhause und arbeiten Sie sich allmählich in belebtere Gegenden vor.
  • Nehmen Sie Ihren Welpen bei einem Familienausflug mit in eine Einkaufsstrasse oder ein hundefreundliches Restaurant. Wenn Passanten zu Ihnen kommen, um Hallo zu sagen, ist das umso besser.
  • Fahren Sie auch kurze Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um Ihren Welpen an die hektische Welt der Menschen ausserhalb der eigenen vier Wände zu gewöhnen.
  • Wenn Sie Ihren Welpen auf kurzen Fahrten mit dem Auto mitfahren lassen, lernt er schnell, dass Reisen Spass machen kann – und nicht immer gleichbedeutend mit Fahrten zum Tierarzt ist.
  • Jetzt haben die Trainingskurse angefangen, Ihr Welpe ist auf dem besten Weg, ein stubenreines Familienmitglied zu werden (auch wenn gelegentlich noch kleine Unfälle passieren können), und beherrscht grundlegende Kommandos wie «Sitz» und «Platz».
  • Nehmen Sie sich als Familie jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um Neues mit Ihrem Welpen zu erleben und zu lernen. Gerade jetzt fasziniert ihn alles, was in seinem neuen Zuhause vor sich geht.
  • Gewöhnen Sie ihn an seine neue Leine und stellen Sie ihm nach und nach auch belebtere Teile der menschlichen Aussenwelt vor.

5–6 Monate

  • Wenn Sie sich dazu entschieden haben, Ihren Welpen kastrieren oder sterilisieren zu lassen, so geschieht das jetzt in dieser Phase.
  • Welpen sollten mit speziell dafür vorgesehenem Welpen-Shampoo gebadet werden. Baden Sie Ihren Welpen allerdings auch nicht zu häufig, da dies seine natürliche Hautbarriere zerstören kann.
  • Das Zahnen kann für Ihren Youngster schmerzhaft und anstrengend sein. In dieser Zeit kann er beim Fressen wählerisch werden oder den Appetit verlieren. Geben Sie seinen Launen nicht nach und sorgen Sie dafür, dass er weiterhin mindestens zweimal täglich nahrhafte Mahlzeiten bekommt.
  • Wenn Ihr Welpe mehr als ein bis zwei Tage lang an Magenverstimmungen leidet, bringen Sie ihn zum Tierarzt.
  • Nun hat Ihr Welpe begonnen, sich auch körperlich zu verändern. Er wächst so schnell heran! Vergessen Sie nicht, viele Fotos von ihm zu machen oder sogar ein Welpen-Tagebuch anzulegen, um schöne Erinnerungen für die nächsten Jahre festhalten zu können.
  • Diese Phase kann eine schwierige sein – ein bisschen wie die ersten Teenagerjahre beim Menschen. Die Hormone Ihres jungen Hundes beginnen auf sein Verhalten einzuwirken, deswegen brauchen Sie etwas Geduld. Ausschimpfen und Anschreien Ihres neuen Familienmitglieds ist da überhaupt nicht hilfreich.
  • In dieser Phase kann es sinnvoll sein, sogenannte Trainingsscheiben einzusetzen, um Ihrem Welpen zu zeigen, welches Verhalten zuhause akzeptabel ist und welches nicht.
  • Ihr neuer Hund steht nun am Anfang seiner Jugend und beginnt, seine Milchzähne zu verlieren. Er fängt an, auf allem herumzukauen, das er finden kann – spätestens jetzt ist es an der Zeit, ihm neues Kauspielzeug zur Verfügung zu stellen ...
  • In diesem Alter saugt Ihr Welpe wie ein Schwamm neue Erfahrungen auf und probiert neue Verhaltensweisen aus. Behalten Sie Ihre Trainingsscheiben immer in Reichweite, um ihm beizubringen, welche Verhaltensweisen gut und welche schlecht sind.
  • In dieser Lebensphase wird das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Hund aufgebaut, deshalb sollten Sie entschieden, gerecht und konsequent mit ihm sein.

7–8 Monate

  • Ab einem Lebensalter von sechs Monaten durchlebt Ihr Welpe zahlreiche körperliche und hormonelle Veränderungen.
  • Seine Hormone spielen verrückt und er beginnt, sich für das andere Geschlecht zu interessieren.
  • Ziehen Sie eine Kastration in Betracht – sie bringt zahlreiche Verhaltensvorteile mit sich und verhindert ggf. eine ungewollte Trächtigkeit.
  • Ihr Welpe hat alle seine Zähne. Jetzt können Sie damit beginnen, sie regelmässig mit einer speziellen Zahnbürste für Welpen zu putzen.
  • Verwenden Sie dafür ausschliesslich eine Zahnpasta für Hunde, die er problemlos schlucken kann.
  • Bürsten Sie das Fell Ihres Welpen – so bietet sich die Gelegenheit für die Vertiefung Ihrer Beziehung
  • Nun ist ihr Welpe körperlich beinahe ausgewachsen; reduzieren Sie deshalb die Anzahl seiner Mahlzeiten auf zwei oder drei am Tag. Möglicherweise gefällt ihm diese Veränderung nicht besonders, bleiben Sie aber standhaft. Das in dieser Phase angelegte Fett kann Ihr Welpe möglicherweise später nur schwer wieder loswerden.
  • Auch wenn Ihr neues Familienmitglied rasch heranreift, machen Sie nicht den Fehler, ihm zu früh Futter für ausgewachsene Hunde zu geben: Ihr Hund benötigt nach wie vor die ausgewogene Mischung von Proteinen, Fetten, Mineralstoffen, Vitaminen und Kohlenhydraten, die ihm das Welpenfutter bietet.
  • In diesem Alter scheinen junge Hunde grenzenlose Energie zu haben. Ausserdem beginnen sie damit, die Grenzen in ihrem Zuhause auszutesten und entwickeln ihren Unabhängigkeitssinn. Dies ist der ideale Zeitpunkt, um Verfolgungsspiele mit in Ihr Spielerepertoire aufzunehmen.
  • Lassen Sie Ihren Welpen hinter Ihnen oder besser noch hinter den Kindern herjagen. Lassen Sie ihn dabei trotzdem an der Leine, damit er versteht, dass Weglaufen nicht der Sinn des Spiels ist.
  • In diesem Alter hat Ihr Welpe beinahe die Grösse eines ausgewachsenen Hundes erreicht. Diese Phase ist für Sie als Familie besonders interessant, da er nun langsam seinen erwachsenen Charakter offenbart.
  • Auch sein Sexualverhalten kann jetzt problematisch werden, da insbesondere Rüden nun damit beginnen, verschiedenste Dinge zu besteigen – in der Regel, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie können Ihren Hund hiervon abhalten, indem Sie ihn bewusst ablenken und das Objekt seiner Begierde sanft entfernen.
  • Training und Erziehung sind in vollem Gange, deshalb geht es in dieser Lebensphase um die Verstärkung und Verfeinerung von grundlegenden Verhaltensweisen. Bleiben Sie geduldig, aber auch entschieden und konsequent.
  • Kommandos wie «Sitz», die Ihr Welpe zu Hause schon beherrscht, sollten nun auch an öffentlichen Orten ausprobiert werden.
  • Jetzt, wo Ihr Welpe immer unabhängiger wird, können Sie ihn ein- bis zweimal am Tag kurz allein lassen, damit er lernt, damit umzugehen.

9–12 Monate

  • Ihr Welpe sollte seine jährliche Impfauffrischung an seinem ersten Geburtstag erhalten.
  • Erhalten Sie die gute Gesundheit Ihres Welpen durch regelmässiges Zähneputzen, Baden und Bürsten.
  • Jetzt, wo Ihr neues Familienmitglied langsam erwachsen wird, ist es an der Zeit, die Umstellung auf Futter für ausgewachsene Hunde vorzunehmen. Versuchen Sie aber keinesfalls, seine Ernährung über Nacht umzustellen: Lassen Sie die Kinder ihm fünf bis zehn Tage lang das Futter für ausgewachsene Hunde unter seine gewohnten Mahlzeiten mischen, um etwaige Verdauungsprobleme zu vermeiden.
  • Beleben Sie die Spielzeit, indem Sie Ihrem Welpen verschiedenste Spiele und Spielzeuge vorstellen. Junge ausgewachsene Hunde brauchen viel Anregung und fühlen sich inmitten ihrer Menschenfamilie besonders wohl.
  • Peppen Sie den Alltag mit Ihrem jungen Hund auf: Unternehmen Sie allmählich immer längere Spaziergänge mit ihm und werfen Sie den Ball in immer grössere Entfernungen, um seine Unabhängigkeit und sein Selbstvertrauen zu stärken.
  • Ihr Welpe sieht nun aus wie ein erwachsener Hund und benimmt sich auch beinahe so. Lassen Sie sich aber nicht täuschen: Er ist noch immer ein junger Hund, sowohl körperlich als auch emotional. Er braucht konstant Liebe und Bestätigung von der Familie.
  • Nun ist Ihr junger Hund beinahe erwachsen. Als vollwertiges Familienmitglied fühlt er sich in Gegenwart anderer Menschen und Hunde wohl. Er ist auf alles vorbereitet – solange er weiss, dass Sie ihm helfen, wenn er die unvermeidlichen Fehler macht.
  • In diesem Alter beherrschen alle jungen Hunde grundlegende Kommandos wie «Sitz» und «Bleib» gut. Jetzt ist es an der Zeit, kompliziertere Befehle wie «Bei Fuss«, «Komm» oder «Aus» mit ihm zu üben.