Ihr neuer Hund

Fütterung von Welpen

Fütterung von Welpen

Hundewelpen durchlaufen innerhalb kurzer Zeit einen grossen Wachstumsprozess: In nur 12 Monaten (bei grösseren Hunderassen bis zu 24 Monaten) entwickeln sie sich zu vollständig ausgewachsenen Hunden. Der Körper eines Welpen muss sich unglaublich schnell entwickeln. Daher überrascht es nicht, dass der Welpe möglichst hochwertige Nahrung und diese zudem in grosser Menge benötigt, um die erforderliche Entwicklung zu gewährleisten. Ein gesunder, vor Energie strotzender Welpe kann die zwei- bis dreifache Kalorienmenge eines erwachsenen Hundes verbrennen!

Ernährung des Welpen

Welpen zeigen sich gegenüber der sie umgebenden Welt sehr neugierig und benötigen zu deren Erkundung viel Energie. Fertig-Welpennahrungen sind dafür entwickelt worden, eine vollwertige Ernährung bei gleichzeitig relativ geringen Nahrungsmengen zu gewährleisten. Eine speziell abgestimmte Welpennahrung enthält viel hochwertiges Protein zur Unterstützung eines gesunden Körpergewebes und einer guten Organentwicklung sowie erhöhte Mengen wichtiger Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Zink und Eisen sowie Vitamin D, um die Welpen beim Aufbau kräftiger Knochen und Zähne zu unterstützen.

Welpen haben ein kleineres Maul als erwachsene Hunde. Die dem speziell angepassten, kleineren Futterstücke der meisten Fertig-Welpennahrungen helfen den Welpen, diese zu zerkauen und alle wichtigen Nährstoffe freizusetzen.

Abstillen

Natürlich bildet die Muttermilch die ideale erste Nahrung und enthält von Natur aus alle erforderlichen Nährstoffe. Auch wenn die Welpen erst im Alter von sechs bis acht Wochen für das Abstillen bereit sind, zeigen die meisten Welpen schon ab einem Alter von drei oder vier Wochen Interesse an Trockennahrung, indem sie im Futternapf der Mutter herumtollen oder Futter von den Pfoten ihrer Mutter ablecken!

Diese Zeit bietet sich bestens an, um den Hundewelpen eine speziell abgestimmte Welpennahrung anzubieten. Wenn Sie sich für eine Trockennahrung entscheiden, sollten Sie diese einweichen und zu einem Brei zerkleinern. Bei weniger abenteuerlustigen Welpen müssen Sie diesen vielleicht bei leicht geöffneten Lippen die Nahrung in geringer Menge einflössen, um die Welpen zum Probieren zu veranlassen. Lassen Sie sich nicht dazu hinreissen, die Welpen zu früh abzustillen. Eine verfrühte Umstellung auf festes Futter kann sich für den jungen Magen als schädigend erweisen. Bei Verwendung von Trockennahrung verringern Sie den Wassergehalt der Nahrung allmählich, bis die Welpen acht bis zehn Wochen alt sind.

Welche Menge?

 Hundewelpen haben einen kleinen Magen, aber einen grossen Appetit. Sie sollten ihnen daher je nach Alter häufig kleinere Futtermengen anbieten.

  • 2-3 Monate: vier Mahlzeiten täglich
  • 4-6 Monate: zwei bis drei Mahlzeiten täglich
  • über 6 Monate: zwei Mahlzeiten täglich

Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Ihren Welpen zur Beschleunigung des Wachstumsprozesses zu überfüttern. Da in diesem Fall das sich entwickelnde Verdauungssystem überlastet wird, könnte dies in der Zukunft zu schmerzhaften Knochenproblemen führen. Bedenken Sie auch, dass aus übergewichtigen Welpen übergewichtige Hunde mit allen daraus erhöht resultierenden Problemen werden.

Am besten halten Sie sich an die Fütterungsempfehlungen der jeweiligen Fertig-Welpennahrung, sollten sich aber auch darum bemühen, Ihren Welpen dazu zu erziehen, dass er nicht in die Küche geht, während Sie kochen. Sprechen Sie auch Freunde und Familienmitglieder darauf an, dem Welpen keine Essensreste zu geben – Ihr Welpe kann sich ganz bestimmt um sich selbst kümmern!

Sie sollten Ihren Welpen unmittelbar vor oder nach einer Bewegungseinheit nicht füttern und zwischen Fütterung und Aktivitäten eine Stunde Pufferzeit einbauen. Dadurch wird das Risiko verringert, dass sich der Magen aufbläht oder verdreht.

Hundewelpen geniessen es von Natur aus, ihre Nahrung zu zerbeissen, was auch dazu beiträgt, ihre Zähne kräftig und gesund zu halten. Wichtig ist aber auch eine konsequente Beibehaltung der Ernährung. Daher ist es am besten, dass Sie bei der Hundenahrung, solange kein offensichtliches Problem auftritt, bei derselben Marke bleiben.

Fressplatz des Welpen

Der Fressplatz Ihres Welpen sollte sich an einem ruhigen Platz befinden, an dem der Welpe nicht abgelenkt wird, aber auch in einiger Entfernung von Ihrem Essplatz. Erlauben Sie Kindern nicht, Ihren Hund beim Fressen zu stören, da der Welpe die Kinder dann versehentlich als „Raubtiere", die sein Futter zu stehlen versuchen, betrachten und aggressiv reagieren könnte. Wenn Sie im Haushalt weitere Hunde haben, sollten Sie diese separat füttern, um Konflikte oder Kämpfe zu verhindern.

Fütterungsanleitung

 Servieren Sie die Nahrung bei Zimmertemperatur, damit Ihr Welpe den Geschmack und Geruch richtig wahrnehmen kann. Bei Dosennahrung kann es bis zu zwei Stunden dauern, bis sich eine geöffnete Dose nach Entnahme aus dem Kühlschrank erwärmt hat. Wenn Sie (oder Ihr Welpe) nicht warten können, geben Sie die Nahrung einfach in ein mikrowellenfestes Gefäss und wärmen diese kurz auf. Passen Sie hierbei auf, dass die Nahrung nicht zum Kochen gebracht wird, und rühren Sie ab und zu um, um einzelne heisse Stellen zu vermeiden. Es bietet sich zudem an, den Futternapf Ihres Welpen auf einer leicht zu reinigenden Oberfläche wie beispielsweise einem schrägen Boden oder einer Unterlage zu servieren und stets für frisches, sauberes Wasser zu sorgen.

Ihr Welpe wächst...

Mit dem körperlichen Wachstum Ihres Hundewelpen steigert sich auch sein Appetit. Welpen benötigen mehr Energie, um ihre schnellen Entwicklungsschübe zu unterstützen und Muskelmasse aufzubauen. Je nach Hunderasse kann ein sechsmonatiger Welpe im Vergleich zu einem zweimonatigen Welpen bis zur doppelten Energiemenge aufnehmen müssen. Allerdings nimmt der Zuwachs an benötigter Nahrung ab, sobald der Hund sechs Monate alt ist.

Was nicht verfüttert werden darf

Versuchen Sie den bittenden Augen Ihres Hundewelpen zu widerstehen und ihm keine Tischabfälle oder Häppchen zu geben. Dies würde die Ernährung Ihres Welpen auf den Kopf stellen und kann oft gefährlich sein. Insbesondere rohes Fleisch kann mit Bakterien infiziert sein, während Schokolade trotz des leckeren Geschmacks für das Körpersystem von Hunden giftig ist und stets zu vermeiden ist.

Umstellung auf Nahrung für erwachsene Hunde

Auch wenn die meisten Hunde mit sechs bis acht Monaten bereits voll ausgewachsen erscheinen, sind sie körperlich an sich noch Welpen. Ihre Knochen gewinnen an Stabilität und ihr Körper nimmt Form an. Hundewelpen sollten erst ab einem Alter von 12 Monaten  (bis zu 24 Monate bei grösseren Hunderassen) auf Nahrung für erwachsene Hunde umgestellt werden, da sie dann die zusätzlichen Kalorien und Nährstoffe nicht mehr benötigen.

Um eine empfindliche Verdauung nicht zu stören, sollten Sie anfangs die neue Nahrung mit der bisher an den Welpen verfütterten vermischen und den Mischungsanteil über 7 bis 10 Tage allmählich erhöhen.

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Expert

1 Frau, 2 Hunde, 700 km

Rachel wird in totaler Autonomie mit ihren 2 Hunden den längsten Europäischen Wanderweg im Polarkreis zurücklegen.

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